VECHTA - VECHTA/EB/CCF - Endlich hat sie einen Namen, der zu ihr passt: Seit wenigen Tagen heißt die Tagesbildungsstätte des Andreaswerkes an der Vechtaer Grafenhorststraße Erich-Kästner-Schule. Kurz vor Weihnachten hatte die Münchner Anwaltskanzlei, die den Nachlass des im Juli 1974 verstorbenen Schriftstellers und Redakteurs verwaltet, die Genehmigung zur Benennung erteilt.
Dabei haben die Verantwortlichen das Ziel verfolgt, der Schule eine eigene Identität zu verleihen. So sollte die in der öffentlichen Wahrnehmung zuweilen erfolgte Gleichsetzung der Tagesbildungsstätte mit der Werkstatt des Andreaswerkes, dem Arbeitsplatz für Erwachsene und Schulabgänger mit Behinderung, vermieden werden.
An der Namenssuche waren neben den 40 Mitarbeitern der Schule auch ihre etwa 80 Schüler beteiligt. Nach dem bevorstehenden Ferienende ist, so Förderschullehrerin Rita Espelage, ein Kästner-Unterrichtsprojekt geplant. Dabei wird auch der Film „Das fliegende Klassenzimmer“ gezeigt. Auch die Theatergruppe der Erich-Kästner-Schule wird sich mit dem Namenspatron auseinander setzen und danach die Bühnenfassung eines seiner Romane aufführen.
Es gibt einen Kästner-Kernsatz, der die Arbeit mit geistig behinderten Kindern und Jugendlichen an der Schule umschreibt: „Der Unterricht wird zum Lokaltermin. Pädagogik und Wissensvermittlung an unserer Schule sind immer handlungsorientiert sowie auf das Praktische und Anschauliche ausgerichtet“, erklärt Schulleiter Andreas Trottnow die Motivation für die Namenswahl.
Mehr Informationen auch unter www.andreaswerk.de
