Vechta - Die Suchtberatungsstelle des Sozialdienstes katholischer Männer in Vechta, die kreisweit tätig ist, stellt nicht nur die Basisversorgung sicher, sondern geht auch neue Wege. Über die Beratung in den Sprechstunden und über Informationsveranstaltungen in den Schulen richtet sie ab dem 17. und 24. Mai von 15 bis 19 Uhr eine Elternsprechstunde ein. Diese kann persönlich in Anspruch genommen werden, ist aber auch telefonisch zu erreichen. Das neue Angebot richtet sich an Eltern von Kindern und Jugendlichen, die Informationen und einen Rat in Sachen Cannabis-Konsum oder Mediensucht benötigen, wie die Diplompädagogen Bettina Albrecht und Franz Oevermann mitteilten.
Der Konsum von Marihuana nimmt ständig zu und das Einstiegsalter sinkt. Das wissen die Therapeuten aus den Schulen, deren Lehrpersonen dies gegenüber den Suchtberatern, die dort ständig unterwegs sind, mitteilten. „Vielfach wird ein Joint so konsumiert wie früher die Zigarette“, so Oevermann. Aber auch die Mediensucht in Form von Spielen an den elektronischen Geräten hat stark zugenommen.
Anschrift und Kontakt: Neuer Markt 30, 49377 Vechta, Telefon: 04441/6533, E-Mail: suchtberatung@skm-vechta.de
Sprechstunden: montags, dienstags, donnerstags und freitags von 9 bis 12 Uhr. Montags von 17 bis 19 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung.
Elternsprechstunden: Donnerstag, 17. Mai, und Donnerstag, 24. Mai, von 15 bis 19 Uhr.
Sprechstunden ohne Anmeldung: montags und donnerstags von 15 bis 19 Uhr und dienstags und freitags von 11 bis 13 Uhr.
Sobald Eltern den Eindruck haben, dass mit den Kindern und Jugendlichen etwas nicht stimmt, sollten sie sich an die Suchtberatungsstelle wenden. Hier können sie sich anonym beraten lassen. „Je früher, desto besser“, so Bettina Albrecht, die Leiterin der Suchtberatungsstelle. Die Eltern sollten wissen, dass die Ratgeber der Schweigepflicht unterstehen und das auch ernst nehmen.
Vielfach könne eine erste Information auch am Telefon gegeben werden. „Wir haben festgestellt, dass ein ungewöhnliches Verhalten der Kinder und Jugendlichen oft zu Stress und Belastungen für die ganze Familie führen“, erklärt Oevermann. Um das alles besser einordnen zu können, sei eine Information durch die Suchtberater eine Hilfe, die man in Anspruch nehmen sollte. Das Informationsangebot gelte nicht nur bei Cannabis-Konsum, sondern auch bei Alkohol und bei der Mediensucht. Kinder und Jugendliche, die zum Teil keinen „Tag-und-Nacht-Rhythmus“ mehr haben, weil sie sich an ihren Computer zurückziehen und dort mit vielfältigen Angeboten kommunizieren, verängstigen oft die Eltern, die sich nicht zu helfen wissen. Hier könne die Suchtberatung tätig werden.
Albrecht und die Vereinsvorsitzende Eva-Maria Kors zeigten sich besonders dankbar dafür, dass die Landessparkasse die Arbeit der Beratungsstelle mit einer großzügigen Spende unterstützte. In der Suchtberatungsstelle für den Kreis Vechta wurde nämlich eine neue Elektronische Datenverarbeitung eingerichtet. Dies war nur möglich, weil die Vertreter der Landessparkasse zu Oldenburg, dem Trägerverein, dem Sozialdienst katholischer Männer, einen Scheck über 3000 Euro überreichten.
