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NWZonline.de Region Vechta Gemeinden Vechta

Vorbereitet auf das Arbeitsleben

14.02.2020

Vechta Zwei Jahre durchlaufen Berufsanfänger mit Beeinträchtigungen im Andreaswerk den Berufsbildungsbereich. Dort werden sie auf das Arbeitsleben vorbereitet. Die Möglichkeit, einen Nachweis über die erlernten Fähigkeiten zu erwerben, gab es bis vor wenigen Jahren nicht. „Wir wollten erreichen, dass die Teilnehmer nach dieser Zeit auch etwas in den Händen halten“, so Markus Ideler, Fachbereichsleiter Werkstatt im Andreaswerk.

Die Lösung: Eine Akkreditierung der Bereiche Hauswirtschaft und Gartenbau durch die Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK), die vor knapp vier Jahren den Weg für überregional anerkannte Erfolgskontrollen zur Hilfskraft freimachte. Nach den ersten Kontrollen im Herbst 2019 konnten nun sieben erfolgreiche Teilnehmer ihre Zertifikate aus den Händen von LWK-Mitarbeiterin Simone Heckmann und Markus Ideler entgegennehmen. Die neuen Hilfskräfte in der Hauswirtschaft und im Gartenbau sind: Julien Henke, Alexander Kaiser, Ann-Kathrin Neugebauer, Heike Stöver, Maximilian Schlüter, Heidi Ratermann sowie Jonas Brinkschröder, der bereits auf dem ersten Arbeitsmarkt unterwegs ist.

Viel Vorarbeit

Der Antrag des Andreaswerkes und sieben weiterer Werkstattträger auf Akkreditierung sei seinerzeit etwas ganz Neues gewesen, erinnerte sich Heckmann, Beraterin für Berufsbildung und Inklusion. Entsprechend umfassend war die Vorarbeit: Über ein Jahr hatte die Entwicklung des Konzeptes in Anspruch genommen.

Ein Prozess, den Simone Heckmann im Rahmen der jetzigen Feierstunde in Vechta als spannend, aber nicht ohne Herausforderungen beschrieb.

Erst durch niedersachsenweit einheitliche Erfolgskontrollen sei garantiert, dass das Zertifikat auch eine hohe Aussagekraft habe. „Ihr Zertifikat“, machte Heckmann deutlich, „ist nicht einfach nur ein Zettel, hinter dem kein Inhalt steht. Sie können es mit Stolz in Empfang nehmen.“ Auch Markus Ideler unterstrich die Bedeutung des Zertifikats, insbesondere in Hinblick auf den ersten Arbeitsmarkt. Für einen potenziellen Arbeitgeber könne ein solcher Nachweis der erworbenen Fertigkeiten und vorhandenen Stärken eine wichtige Entscheidungshilfe sein.

Weiter unterstützen

Zugleich ermunterte er die Zertifikatsträger dazu, am Ball zu bleiben: „Machen Sie weiter in Ihrer beruflichen Entwicklung. Wir sind da, um Sie dabei zu unterstützen.“ Er bedankte sich bei Heckmann als Vertreterin der LWK für die Teilnahme an der Zertifikatsübergabe. Es zeige, dass die LWK das Engagement der Werkstatt für die berufliche Bildung von Menschen mit Beeinträchtigungen wertschätze.

Schon im vergangenen Jahr hatte der erste geprüfte Handwerksgehilfe im Bereich Metall sein Zertifikat erhalten. Die Akkreditierung des Bereiches sowie des Bereiches Holz erfolgte durch die Handwerkskammer Oldenburg.

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