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NWZonline.de Region Vechta Gemeinden Vechta

Nothilfe-Seminar voller Erfolg

02.10.2019

Vechta Zum 15. Mal hatte das Vechtaer Institut für Forschungsförderung Medizin-Studenten und -innen zu einem viertägigen Seminar für Notfallhilfe und Notfallchirurgie eingeladen. Das Interesse war riesengroß. Da die Teilnahme organisatorisch begrenzt werden musste, konnten 16 angehende Mediziner und -innen begrüßt werden. Die Teilnehmer studieren in Marburg, Homburg, Münster und Magdeburg. Sie alle absolvierten ein Seminar, das überwiegend praktische Inhalte hatte.

Die Chefärzte Professor Dr. Dietrich Doll, Dr. Christian Hönemann, Dr. Achim Gutersohn, Dr. Jens Paulsen und Dr. Olaf Hagemann begleiteten die Seminarteilnehmer Medizinstudenten durch das St. Marienhospital. Die jungen Leute nahmen an Visiten auf den Stationen teil und erhielten in allen Fachabteilungen reichlich Informationen von den dort tätigen Chefärzten.

Besonders interessant war für die künftigen Mediziner das Programm des Praxisteils vor Ort. Keiner von ihnen war schon mal mit einer Drehleiter der Kreisfeuerwehr über 20 Meter in die Luft befördert worden. Dabei wurde demonstriert, wie man im Notfall mit der Leiter verletzte Personen aus oberen Stockwerken rettet. Keiner hatte eine Atemschutzübung absolviert und an einem ausführlichen Gespräch mit dem Kriseninterventionsteam des Malteser-Hilfsdienstes teilgenommen. Keiner nahm bisher an einem Fahrsicherheitstraining auf dem Fliegerhorst Diepholz teil und musste Hand anlegen, als eine verletzte Person aus einem Unfallauto gerettet wurde.

Solche praktischen Hilfen hört man im Hörsaal nicht, so eine Teilnehmerin. Die Studenten und -innen lernten dabei auch in Vechta und Umgebung Land und Leute kennen. Alles zusammen genommen ist ein Beitrag des Vechtaer Instituts für Forschungsförderung, das auch künftig zweimal im Jahr ein solches Seminar anbieten wird, wie Professor Dr. Dietrich Doll, Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins, erklärte.

Das Seminar dient auch dazu, Ärzte in den ländlichen Raum zu holen, und ein erster Erfolg ist ja schon geglückt. Anästhesist und Notarzt Robert Splittgerber, einst selbst Teilnehmer eines solchen Seminars, ist als Facharzt und Notarzt im St. Marienhospital angestellt und begleitete die Seminar-Teilnehmer.

„Die Studenten melden sich schon zwei Jahre vorher an, die Warteliste ist lang“, wusste der Notarzt zu berichten. „Was wir hier machen, ist bundesweit einmalig“, so das Fazit.

Die veranstaltenden Ärzte dankten beim Abschluss mit der Prüfung und Überreichung der Zertifikate den helfenden Ärzten und Teams von der Feuerwehr und den Maltesern sowie der Kreisverkehrswacht, vor allem aber auch den Sponsoren vom St. Marienhospital und der Gesundheitsregion des Landkreises Vechta.

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