VECHTA - Über die Arbeit der Frühförderung, der integrativen Andreaskrippe und der Erich-Kästner-Schule des Andreaswerks haben sich jetzt die Landtagsabgeordneten Renate Geuter und Claus Peter Poppe (beide SPD) in der Frühförderung des Andreaswerks in Vechta informiert.
Die Andreaskrippe hat Anfang August ihren Betrieb aufgenommen. „Das sich noch in Vorbereitung befindende Modellprojekt für eine integrative Krippenversorgung von Kindern mit Behinderung ist eine zukunftsweisende Idee“, erklärte der stellvertretende Geschäftsführer des Andreaswerks, Matthias Warnking. „Wir hoffen, dass Anfang kommenden Jahres landesweit damit begonnen werden kann.“ Auf Dauer sei eine gesetzliche Regelung anzustreben, so die Gesprächsteilnehmer.
Die aus Goldenstedt stammende Renate Geuter – jetzt Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Cloppenburg mit Wohnsitz in Markhausen und Mitglied des Finanzausschusses – zeigte sich von dem umfassenden Förderangebot des Andreaswerks im Kinder- und Jugendbereich ebenso beeindruckt wie der gebürtige Lohner Claus Peter Poppe (Wahlkreis Bersenbrück mit Damme und Neuenkirchen-Vörden). Der integrative Gedanke in unserer Gesellschaft müsse forciert werden, so Geuter. Poppe, Vorsitzender des Kultusausschusses im niedersächsischen Landtag, sprach sich in diesem Zusammenhang besonders für eine stärkere Integration der Tagesbildungsstätten in die niedersächsische Schullandschaft aus.
„Ein Schritt in diese Richtung ist für die Erich-Kästner-Schule die Kooperationen mit Regelschulklassen und die Einrichtung von Kooperationsklassen“, so Warnking.
Er wies beide Politiker darauf hin, dass aufgrund der vor zwei Jahren verabschiedeten Landesrahmenempfehlung eine Frühförderung als Komplexleistung von medizinisch-therapeutischen und pädagogischen Angeboten von den Kommunen und den Einrichtungsträgern nicht – wie im Bundesgesetz vorgesehen – umgesetzt werden könne. „Fachübergreifende Zusammenarbeit kommt besonders als Prävention für die Kleinsten in einem der geburtenstärksten Landkreise Deutschlands große Bedeutung zu“, betonte er.
