VECHTA - In einem Schreiben an Niedersachsens Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann hat sich jetzt Vechtas Bürgermeister Uwe Bartels gegen die Novellierung des Niedersächsischen Schulgesetzes gewandt. Diese sieht vor, die Vollen Halbtagsschulen in Verlässliche Grundschulen umzuwandeln.

„Die vorgesehenen Einschnitte führen unter anderem dazu, dass die vom Ministerium genehmigten pädagogischen Konzepte in der jetzigen Form nicht mehr fortgeführt werden können. Das lässt eine massive Verschlechterung der Unterrichtsversorgung befürchten“, so Bartels. „Deshalb befürworten wir als Schulträger der vier Vollen Halbtagsschulen Alexanderschule, Martin-Luther-Schule, Liobaschule und Grundschule Langförden gemeinsam mit den Elternvertretungen und Kollegien dieser Schulen die Fortführung der bisherigen Schulform“, so der Bürgermeister weiter.

Bereits im Jahre 2004 hatte sich die Stadt Vechta erfolgreich für den Fortbestand der Vollen Halbtagsschulen eingesetzt. So hat denn auch die jetzige Landesregierung die unbefristete Fortsetzung der Vollen Halbtagsschule im Schulgesetz festgeschrieben. „Die dort enthaltenen Regelungen begründen einen Bestandsschutz für unsere Vollen Halbtagsschulen. Diesen Anspruch möchten wir durch unsere Unterstützung der Elternproteste uneingeschränkt geltend machen“, so Bartels abschließend. Er fordert die Ministerin auf, die Vollen Halbtagsschulen in ihrer jetzigen Form zu erhalten und sie weiterhin mit sachlichen und personellen Mitteln auszustatten.