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NWZonline.de Region Vechta Gemeinden Vechta

Eltern stimmen über Bekenntnisschulen ab

16.06.2018

Vechta Die Eltern der Grundschülerinnen und -schüler treffen im Herbst 2018 eine wegweisende Entscheidung über die Zukunft der Vechtaer Grundschulen. Sie stimmen vom 17. bis 28. September über eine Umwandlung der Bekenntnisschulen ab, was die Einführung fester und verlässlicher Schulbezirke ermöglichen würde. An der Alexanderschule und der Martin-Luther-Schule entscheiden die Eltern über eine mögliche Zusammenlegung beider Schulen. An jeder Bekenntnisschule wird unabhängig voneinander abgestimmt.

Nach dem Niedersächsischen Schulgesetz müssen Eltern über eine Umwandlung einer Bekenntnisschule in eine Schule für Kinder aller Bekenntnisse entscheiden, wenn der Anteil der bekenntnisfremden Schülerinnen und Schüler an der Gesamtschülerzahl in vier aufeinanderfolgenden Jahren bei mehr als 30 Prozent liegt. Dies ist im kommenden Schuljahr 2018/19 nahezu an allen Bekenntnisschulen im Stadtgebiet der Fall: an der Overbergschule, der Marienschule Oythe, der Grundschule Langförden, der Grundschule Hagen (alle katholisch) und der evangelischen Martin-Luther-Schule. Nur die katholische Alexanderschule bildet derzeit noch eine Ausnahme, da bei ihr die 30-Prozent-Marke nach derzeitigem Stand bei der Einschulung im nächsten Jahr erstmals überschritten werden würde.

Auch Alexanderschule

Die Entwicklungen im Schulangebot erfordern es jedoch, so Bürgermeister Helmut Gels, auch die Alexanderschule in die Entscheidungen einzubinden. Es gibt Überlegungen, sie mit der benachbarten evangelischen Martin-Luther-Schule zusammenzulegen, zumal an beiden Schulen gravierende bauliche, aber auch personelle Veränderungen anstehen. Eine Zusammenlegung würde automatisch die Umwandlung der beiden Bekenntnisschulen in eine Schule für Schülerinnen und Schüler aller Bekenntnisse bedeuten. Auch darüber entscheiden nach dem Niedersächsischen Schulgesetz die Eltern. Spezielle Vereinbarungen über die Leitziele beider Schulen würden die Schulvorstände unter Beteiligung der Eltern treffen.

Wichtiger Beitrag

Über Jahrzehnte haben die Bekenntnisschulen einen wichtigen Beitrag zur Ausbildung vieler Schülergenerationen und zur Vermittlung christlicher Werte geleistet, so die Stadt weiter. Im Falle einer Umwandlung würden sich alle Beteiligten dafür einsetzen, die Grundwerte dieses pädagogischen Ansatzes an den jeweiligen Schulen zu sichern. Die Qualität und das Schulprofil blieben somit erhalten, die Leitziele und das Schulprogramm behielten ihre Gültigkeit. Der Religionsunterricht wäre weiterhin ein fester Bestandteil im Lehrplan, und es würden nach wie vor Gottesdienste an Weihnachten und Ostern gefeiert.

Der Umwandlung einer Bekenntnisschule beziehungsweise der Zusammenlegung von Schulen müssen mehr als 50 Prozent aller Eltern jener Kinder zustimmen, die im Schuljahr der Abstimmung die jeweilige Schule besuchen. Wer sich nicht beteiligt, stimmt mit „Nein“. Über alle Zusammenhänge wird die Stadt Vechta die Lehrer- und Elternschaft an den Schulen ab Ende August informieren.

Nicht abgestimmt wird an der Liobaschule und der Christophorusschule. Diese sind bereits Schulen für Schülerinnen und Schüler aller Bekenntnisse.


     www.vechta.de 
Peter Linkert
Redaktionsleitung Cloppenburg
Redaktion Münsterland
Tel:
04471 9988 2800

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