VECHTA - „Wir verdienen unser Geld in der heimischen Region. Jetzt ist die Zeit gekommen, etwas zurück zu geben. Das tue ich mit Freude und gerne“ So hat der weltweit aktive Vechtaer Reiseunternehmer Hans Höffmann am Dienstag sein neuerliches Engagement für die Hochschule Vechta begründet.

Der gebürtige Friesoyther, der mit seinen Bemühungen „ein Zeichen für die Bedeutung von Investitionen in Bildung setzen“ will, hatte am 12. Mai 2007 auf Anregung des Vechtaer Theologen Prof. Egon Spiegel bereits das Amt des ersten „Alumni-Paten“ der Hochschule übernommen.

Der 54-jährige Höffmann ist Chef einer 53-Mitarbeiter-Firma. Er hat die jährlich neu zu besetzende, auf Kontinuität ausgelegte „Höffmann-Dozentur für Interkulturelle Kompetenz“ sowie den jährlich zu vergebenden „Höffmann-Wissenschaftspreis für Interkulturelle Kompetenz“ gestiftet (die NWZ berichtete). Nach dem Planungsstand sollen beide Projekte vom Wintersemester 2008/2009 an international ausgeschrieben werden. Das erklärten Hochschulpräsidentin Prof. Marianne Assenmacher, die sich bei Höffmann für sein Engagement bedankte, und Spiegel, der die Kontakte geknüpft hatte. Für die Präsidentin öffnet sich mit diesen Anstrengungen ein weiteres Fenster „der Profilbildung der Hochschule mit dem Schwerpunkt Internationalität“. Überdies sieht sie in dem Einsatz des Unternehmers „auch ein Zeichen für andere Persönlichkeiten der hiesigen Region“, aktiv zu werden.

Die „Dozentur“ sponsort Höffmann monatlich mit 1000 Euro. Weitere 500 Euro gibt die Hochschule aus ihrem Etat dazu. Der „Preis“ ist mit jährlich 10 000 Euro ausgestattet. Als vorrangige Zielgruppe haben die Verantwortlichen afrikanische Nachwuchswissenschaftler ins Auge gefasst. „Afrika ist eigentlich ein Kontinent, der vergessen wurde. Es wäre daher schön, wenn schon bald ein Afrikaner in Vechta lehrt und arbeitet“, so Höffmann wörtlich.