VECHTA - „Das ist landesweit ein einmaliges Projekt.“ So hat Oberstudiendirektor Wolfgang Zapfe, Schulleiter am Gymnasium Antonianum Vechta (GAV) am Freitag, 30. Mai, das Projekt „Nachbau der Sonnenuhr des Kaisers Augustus“ gewürdigt, zu dessen Grundsteinlegung Kursleiter Bernd Zur-Lienen sowie 19 Antonianer der Klassenstufe 12 auf den GAV-Schulhof eingeladen hatten.

Entstanden ist die Idee für das Vorhaben im Seminarfach „Politische Architektur“, als es galt Bauwerke mit politische Symbolik zu untersuchen, so Zur-Lienen. Im ersten Semester des Zwei-Wochenstunden-Kurses besuchten die Teilnehmer unter anderem das Rathaus und das Kreishaus in Vechta . Im zweiten Semester folgte eine Romfahrt, um zur Untermauerung des Theoretischen vor Ort die Relikte in Augenschein zu nehmen. Hinzu kamen die zwischen Januar und Anfang März erstellten Facharbeiten der Kursteilnehmer sowie ein Workshop mit Künstlern und Bildhauern im April. Fachliche Unterstützung bei der Umsetzung gewährte das der Behörde für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften (GLL) in Cloppenburg angegliederte Katasteramt Vechta.

Die Sonnenuhr des römischen Kaisers Augustus fand das Interesse der Schüler, weil der dazugehörige Obelisk in einer logistischen Meisterleistung in einem Stück von Ägypten auf das Marsfeld in Rom transportiert wurde. Zudem wird Augustus als politisches Symbol das Attribut „Weltbezwinger“ zugeschrieben.

Auf dem GAV-Schulhof steht demnächst natürlich nicht der Original-Obelisk, sondern ein drei Meter hohes Abbild aus „Ibbenbührener Sandstein“. Sämtliche weiteren Bauteile, wie etwa das Fundament und eine die Spitze krönende Kugel, die zunächst als maßstabgerechte Modelle angefertigt wurden, haben die Kursteilnehmer in Eigenregie entworfen.

Offiziell vorgestellt wird das Projekt am Sonnabend, 21. Juni. Bei gutem Wetter rechnen die Initiatoren etwa ab 13 Uhr mit günstigen Voraussetzungen.

Kursteilnehmer schaffen Bezug

zum Thema

Symbol in

der Politik