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Die „Seute Deern“ wird abgewrackt
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Aktualisiert vor 16 Minuten.

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Die „Seute Deern“ wird abgewrackt

NWZonline.de Region Vechta Gemeinden Vechta

Blumenwiesen für Artenvielfalt

01.03.2019

Vechta „Wir hoffen, dass uns die Samen aus den Händen gerissen werden“ – mit diesem optimistischen Satz beginnt die Stiftung für Umwelt- und Naturschutz (S.U.N.) im Landkreis Vechta jetzt ein neues Projekt. Und das soll für blühende Flächen im gesamten Landkreis sorgen. Korn- und Sonnenblume sollen hier neben Klatschmohn und Königskerze sowie rund 40 anderen Wild- und Kulturblumen wachsen, an Stellen, an denen bislang nur Rasen oder nackte Erde zu sehen war. Vertreter der Stiftung haben das Konzept rund um den Artenschutz jetzt im Kreishaus vorgestellt.

Dafür, dass der Landkreis spätestens im Sommer aufblüht, sorgt eine spezielle Saatgutmischung. Erhältlich sind die kleinen gelben Tüten bei den Vorstandsmitgliedern der S.U.N. sowie in der Geschäftsstelle. Von Mitte März bis Ende Mai können die Saaten dann ausgebracht werden. Wer die Sämereien auf einer Fläche von mehr als 500 Quadratmetern ausbringen möchte, kann Förderbeiträge beantragen. 150 Euro beträgt der Zuschuss pro 1000 Quadratmeter im ersten Jahr, für jedes weitere Jahr gibt es 50 Euro an Fördergeld. „Darin enthalten sind das Saatgut und der Füllstoff, die Kosten für die Herstellung der Saatfläche sowie die Kosten für den jährlichen Pflegeschnitt“, sagt S.U.N.- Geschäftsführer Rudolf Stukenborg. Aber: Wer eine Förderung beantrage, verpflichte sich auch, gewisse Bedingungen einzuhalten. So darf beispielsweise kein Pflanzenschutz- oder Düngemittel angewendet werden.

Auch Privatpersonen können sich an der Aktion beteiligen. „Wir geben auch Saatmischungen für eine Fläche von zehn Quadratmetern aus“, sagt Rudolf Stukenborg. Denn Artenschutz, der funktioniere auch im Kleinen. „Jede noch so kleine Fläche, vielleicht in einem ungenutzten Bereich des Garten, hilft“, sagt Vorstandsmitglied Cristian Behnen. Die kleinen Tüten mit den Samen von Wildpflanzen und Kulturpflanzen sind übrigens kostenlos.

„Mit den zusätzlichen Blühstreifen sollen Übergangflächen zu ökologisch sensiblen Bereichen, Schutz-, Brut- und Rückzugsflächen für Wildtiere in der Landschaft gefördert werden“, so die Stiftung. Und Stukenborg ergänzt: „Blühflächen wie diese stärken außerdem die Populationen von Wildbienen, Erdhummeln und anderen wichtigen und nützlichen Insekten. Denn um sie steht es nicht gut.“ Bienen, Käfern, Schmetterlingen und Co. fehle es unter anderem aufgrund der gängigen Agrarpraxis an Lebensraum und Nahrungsgrundlage. Denn viele der als bereits bedroht geltenden Arten sind wahre Nahrungsspezialisten. Der Einsatz von Insektiziden tut sein Übriges. Doch verschwinden spezielle Blumen, verschwinden auch die Insekten und mit ihnen mehr und mehr auch heimische Vögel und Amphibien. Eine Kettenreaktion. „So sind in den vergangenen 30 Jahren rund 74 Prozent der Insekten aus der Landschaft verwunden“, sagt Behnen.

Erste Anfragen für Großflächen gebe es bereits, so Stukenborg. Und Behnen ergänzt: „In Zeiten von Steingärten und Mährobotern sind wir angehalten, die Vielfalt in unserer Region zu erhalten, auch für unsere Kinder und aus der ethischen Verantwortung gegenüber der Natur. Es ist einen Versuch Wert“.

Förderanträge sowie ein Informationsblatt zu den Förderbedingungen stehen im Internet unter www.sun-vechta.de zum Download bereit. Erhältlich sind die kleinen gelben Tüten mit dem Saatgut ab Mitte März und nach telefonischer Vereinbarung bei der Geschäftsstelle der S.U.N., Füchteler Straße 8, Vechta, Tel. 04441/979162; Cristian Behnen, Burgring 5, Bakum, Tel. 04446/1469; Rudolf Aumann, Huntestraße 30, Goldenstedt, Tel. 04444/ 961171; Franz Scherbring, Fasanenstraße 5, Lohne, Tel. 04442/5831 und bei Bernhard Wessel, Astrup 37, Neuenkirchen-Vörden, Tel. 05495/319.

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