VECHTA - Zum zwölften Mal haben sich Senioren aus dem Dekanat Friesoythe, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr selbst in Urlaub fahren können, zu einer Begegnungswoche im Vechtaer St.-Antonius-Haus getroffen. Organisiert hatte die Fahrt Regina Bunger, Gemeindecaritasreferentin beim Caritas-Sozialwerk.
Erna Zurwellen nahm zum ersten Mal teil: „Am besten gefiel mir, dass die Leute Zeit zum Schnacken hatten“, freut sich die Garrelerin. „Wenn es gesundheitlich möglich ist, fahre ich wieder mit“, schmiedet sie Pläne. Auch Betreuerin Beate Hogeback zeigt sich begeistert. Für die gelernte Pflegehelferin war es die dritte Tour: „Die Harmonie in der Gruppe war sehr schön. Alle konnten die Batterien aufladen.“ Elf Ehrenamtliche, ein Großteil ausgebildete Krankenschwestern und -pfleger, begleiteten die 16 bis zu 91 Jahre alten Teilnehmer.
Sie versorgten die Senioren, achteten darauf, dass Medikamente eingenommen wurden und schoben Rollstühle. „Alles lief wie von selbst“, freut sich Bunger, die 1999 die Idee hatte, alten Menschen bis zur Pflegestufe II zu ermöglichen, ihrem Alltag zu entfliehen. „Auch für die pflegenden Angehörigen ist eine solche Fahrt eine Entlastung“, sagt die Sozialpädagogin. „Die Teilnehmer wurden richtig verwöhnt. Sie bekamen sogar jeden Morgen einen Kaffee ans Bett“, lobt Bunger die Hilfe vom St.-Antonius-Haus.
Wichtig war auch die geistliche Begleitung durch Prälat Alfons Bokern, da die Senioren oft daheim nicht am Gemeindeleben teilnehmen: „Man merkte, wie gut ihnen die Zuwendung tat.“
