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NWZonline.de Region Vechta Gemeinden Vechta

Diskussionsrunde: Barrierefreiheit großes Thema

12.10.2019

Vechta Es ging um Themen wie Barrierefreiheit, Mobilität oder Arbeitsplätze. Und darum, Inklusion richtig zu machen. Gut 90 Minuten diskutierten die Bürgermeisterkandidaten der Stadt Vechta auf Einladung des Andreaswerks darüber, wie sie die gesellschaftliche, politische und berufliche Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen vor Ort stärken wollen. Klar wurde während der Veranstaltung, dass auf den neuen Bürgermeister in Sachen Inklusion noch einige Herausforderungen warten. Moderiert wurde die Diskussion von Matthias Warnking, Geschäftsführer Andreaswerk, und Siegfried Böckmann, Fachbereichsleiter Frühförderung und Kindergarten.

Die knapp 100 Zuhörer in der Cafeteria des Andreaswerks erlebten im Verlauf des Abends ein gut vorbereitetes Kandidatentrio, das sich offen den Fragen der Moderatoren und des Publikums stellte. Einen Schwerpunkt bildete dabei das für viele Menschen mit Beeinträchtigungen wichtige Thema Mobilität. „Es wird viel über Selbstbestimmung und Teilhabe geredet. Wenn man das ernst nimmt, muss es auch möglich sein, sonntags mit dem Stadtbus zu fahren“, machte Heribert Mählmann deutlich. Für eine entsprechende Erweiterung des Fahrplans werde er sich einsetzen. In Hinblick auf das Thema Mobilität sprach sich Claus Dalinghaus zudem für eine Sanierung der Radwege sowie eine inklusiv gedachte Beschilderung aus. „Damit sich Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen gleichermaßen schnell und gut orientieren können“, so Dalinghaus.

Dass Barrierefreiheit nicht nur bauliche Maßnahmen betrifft, hob Kristian Kater unter anderem am Beispiel schwer verständlicher, behördlicher Formulare hervor. „Wir müssen mehr auf leichte Sprache setzen“, betonte er nicht zuletzt mit Blick auf die Stadtverwaltung. Wie bei der Barrierefreiheit und der Mobilität waren sich die drei auch beim Thema Arbeitsplätze in weiten Teilen einig: Die Stadt sollte bei der Beschäftigung von Menschen mit Beeinträchtigungen Vorreiter sein.

Hier und da genauer nachhaken konnten die Zuhörer im Rahmen der abschließenden Tischgespräche – bei Bedarf mit Unterstützung. „Viele Fragen zu zentralen Themen wurden zwar schon vorher beantwortet“, sagte Michael Rimpler, Vorsitzender des Werkstattrats im Andreaswerk. Dennoch seien die Gespräche in kleinen Gruppen eine gute Gelegenheit gewesen, direkt mit den Kandidaten über Themen zu diskutieren, die einem am Herzen liegen.

Noch eine gute Woche haben die wahlberechtigten Vechtaer Bürger mit und ohne Beeinträchtigungen nun noch Zeit, sich auf ihren Favoriten festzulegen. Gewählt wird am Sonntag, 20. Oktober.

Peter Linkert Redaktionsleitung Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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