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Engagement Lebenswelten anderer besser verstehen

Vechta - „Meine eigene Lebenswelt kenne ich am besten, aber ich sehe manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht.“ So oder ähnlich könnten die Worte eines Betreuers klingen, wenn er an sein Amt und an seine Aufgabe denkt. Das Fallverstehen ist in der sozialen Arbeit von immenser Bedeutung. Deshalb ist es wichtig, dass Betreuer die Lage ihres Klienten nachvollziehen können.

Hilfe bei solchen oder ähnlichen Situationen gibt es am Freitag, 25. August, um 14.30 Uhr im Kreishaus in Vechta. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen werden unter t  04441/8982033 entgegen genommen.

Betreuer kümmern sich um Personen, die nicht mehr in der Lage sind, Aufgaben und Interessen für sich selbst wahrzunehmen. Der Betreuer nimmt stellvertretend für die Person ihre Rechten und Pflichten wahr.

Kooperationsprojekt

Zusammen mit dem Sozialdienst katholischer Frauen (SkF), dem Sozialdienst katholischer Männer (SkM) und dem Verein für sozialpädagogische und lerntherapeutische Hilfen (VsL Vechta e.V.) bietet die Betreuungsstelle des Landkreises Vechta eine Fortbildung zum Thema „Was ist der Fall, was steckt dahinter?“ an.

In der Fortbildung wird der Versuch unternommen, die Lebenswelt der Betreuten zu analysieren und festzustellen, was der Fall ist. Es können eigene Fälle eingebracht werden und es werden darüber hinaus anonymisierte Fälle vorgestellt.

Referent ist der Gerontologe Werner Meyering von der Betreuungsstelle des Landkreises. Er wird Diagnoseinstrumente, die Netzwerkanalyse und die Inklusions-Chart vorstellen. Zudem besteht die Möglichkeit, an konkreten Beispielen erste Erfahrungen zu sammeln, um dann den eigenen Betreuungsfall besser zu verstehen und neue Handlungsmöglichkeiten für sich selbst zu entdecken.

Die Veranstaltung ist Teil der Fortbildungsreihe für ehrenamtliche (Familien)-Betreuer. An zwei weiteren Terminen können sich ehrenamtliche Betreuer und Interessierte informieren.

Würdigung der Arbeit

Anlass der Fortbildungsreihe ist, dass „die Arbeit von ehrenamtlichen Betreuern kaum in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird“, sagt André Grabbe von der Betreuungsstelle des Landkreises Vechta. „Dieses Fortbildungsangebot ist auch eine Würdigung der ehrenamtlichen Betreuer und der Arbeit, die sie leisten.“ Gleichzeitig sei es auch für alle Interessierten ein Angebot, sich ein Bild über diese ehrenamtliche Tätigkeit zu verschaffen. Im Landkreis Vechta gibt es circa 2000 Betreuungsfälle. 65 Prozent dieser Fälle werden von Ehrenamtliche geführt.

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