VECHTA - Zu seinen wichtigsten Werken gehören zweifellos der Roman „Keiner weiß mehr“, die Anthologie „Acid“, der Briefband „Rom, Blicke“ und der Gedichtband „Westwärts 1 & 2“ : Die Rede ist von dem Dichter, Schriftsteller und Herausgeber Rolf Dieter Brinkmann (geb. 1940). Der Todestag dieses „Sohnes der Stadt Vechta“, der 1975 in London von einem Auto überfahren wurde, jährt sich am morgigen Freitag, 23. April, zum 35. Mal.

Zahlreiche Experten nennen Brinkmann, der immer wieder als ein provozierender Rebell auftrat, einen radikalen literarischen Erneuerer. Sie schreiben ihm auch einen nicht unerheblichen Einfluss auf nachfolgende Lyrikergenerationen im deutschen Sprachraum zu. Der Kritiker Marcel Reich-Ranicki sagte einmal über ihn: „Brinkmann war ein unzurechnungsfähiger Poet, aber er war ein Poet.“ Die Stadt Köln, in der er ab 1962 zunächst Pädagogik studiert hat, sich aber schon bald für ein Leben als freier Schriftsteller entschied, vergibt zur Erinnerung an den „Underground-Lyriker“, der auch als mythische Figur der deutschen Pop-Literatur gilt, ein „Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium“.

In seiner Heimatstadt beschäftigt sich die Rolf-Dieter-Brinkmann-Gesellschaft mit dem Leben und dem Werk ihres Namensgebers. Zudem gibt es im historischen Rathaus ein „Brinkmann-Zimmer“ mit Büchern, Postern und anderen Erinnerungsstücken.

 Übrigens: Eintrittskarten für die Bücherfühlings-Veranstaltung „Klaus Maria Brandauer liest Rolf Dieter Brinkmann“ am Sonnabend, 24. April, ab 20 Uhr in der Aula der Hochschule Vechta (die Nordwest Zeitung berichtete) gibt es unter Telefon   04441/886405 und an der Abendkasse.

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