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NWZonline.de Region Vechta Gemeinden Vechta

Fristverlängerung effektiv nutzen

14.11.2018

Das Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland (AEF) befürwortet den vorliegenden Gesetzentwurf der Fraktionen CDU/CSU und SPD zur Änderung des Tierschutzgesetzes in Sachen Fristverlängerung für die Abkehr von einer betäubungslosen Ferkelkastration. Der Fachverband fordert allerdings, die Fristverlängerung effektiv zu nutzen, so der Vorsitzende Uwe Bartels.

„Wir begrüßen zudem eine zügige Verabschiedung einer Rechtsverordnung, damit Landwirte nach Abschluss eines Sachkundenachweises eigenständig die Isofluran-Narkose (Inhalationsnarkose) durchführen können sowie die Bereitstellung entsprechender Mittel im Bundeshaushalt zur Anschaffung von Narkosegeräten“, so Bartels weiter.

Kampagne soll Verbraucher aufklären

Für zwingend erforderlich hält das Agrar- und Ernährungsforum (AEF) eine Kampagne für Verbraucher zur Aufklärung über die Alternativen zur Ferkelkastration sowie deren Einbindung in eine umfassende Nutztierhaltungsstrategie.

Alle Maßnahmen müssen auch dazu dienen, eine Harmonisierung mit den europäischen Ländern, die höhere Tierwohlstandards haben, zu ermöglichen.

Ziel muss es sein, den bis dahin erreichten Tierwohlstandard in Deutschland als EU-Mindeststandard einzuführen und in der Zukunft gemeinsam weiterzuentwickeln.

Für die Umsetzung eines Verzichts auf betäubungslose Ferkelkastration betrachtet es das AEF als zwingend erforderlich, dass das zuständige Ministerium den Begriff „wirksame Schmerzausschaltung“ eindeutig definiert. Das sei aus Gründen der Rechtssicherheit wichtig für alle Beteiligten, um im Endeffekt allen die bestmögliche Behandlung des Tieres aus Tierwohlsicht zu ermöglichen, sagt das Agrar- und Ernährungsforum.

Der aktuelle Stand der Zulassung und deren Status nach Inkrafttreten der Gesetzesänderung müsse für alle Narkoseverfahren geklärt und geprüft werden. Dies müsse besonders vor dem Hintergrund der Weiterentwicklung von Tierarzneimitteln zur Vollnarkose im Sinne des Tierwohls als auch im Sinne des Anwenderschutzes ermöglicht werden.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft sollte in Abstimmung mit den Ländern festlegen, wer welches Verfahren wie und mit welcher Sachkunde anwenden darf, so eine weitere Forderung des AEF. Dazu müssten „Leitplanken“ für Schulungs- und Sachkundeaktivitäten in Abstimmung mit der Wirtschaft und Fachdiensten festgelegt werden.

Peter Linkert
Redaktionsleitung Cloppenburg
Redaktion Münsterland
Tel:
04471 9988 2800

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