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NWZonline.de Region Vechta Gemeinden Vechta

Kreatives Chaos in der Küche – und Foodtrends aus Vechta

13.03.2019

Vechta Sie ordnen Kirschtomaten und Oliven mit dem Zentimetermaß, lassen für das perfekte Foto auch schon mal das Essen kalt werden und sind immer auf der Suche nach dem ultimativen Geschmackskick: Die Rede ist von Foodbloggern. Kochen und Backen sind für sie eine Passion. So, wie für Anne Hartmann. Seit knapp einem Jahr schreibt die Vechtaerin in ihrem Blog „KitchIch“ über Foodtrends „made in Vechta“, neue Kreationen, Lifestyle rund ums Essen – und darüber, warum es sich lohnt, der Oma beim Kochen über die Schulter zu schauen.

Das mit dem Kochen, das begann bei Anne Hartmann schon ganz früh. „Als Kind habe ich immer schon in allen Töpfen mitgerührt“, erzählt die gebürtige Böselerin, die mit ihrem Mann Tobias und ihrer englischen Bulldogge Lisbeth in einem Haus in Vechta wohnt. Bis vor Kurzem habe sie aber eigentlich immer nur zum Spaß gekocht, für Freunde und Familie.

Geht nicht um Follower

Eigentlich. Denn ausgerechnet diese Freunde waren es, die sie ermutigten, mehr daraus zu machen. „Ein guter Kumpel hat mir zum Geburtstag dann eine fertiggestaltete Homepage präsentiert. Einfach so“, erzählt sie. Der Anfang war gemacht, die ersten Beiträge waren schnell online gestellt. „Und ich würde mir wünschen, dass es noch viel mehr wird“, sagt sie. Dass das möglich ist, zeigen beispielsweise die „Glücksbäckerei“ oder „Bigmeatlove“. Blogs, die täglich von Hunderttausenden geklickt und für ihre Rezepte und Ideen geliebt werden.

Anne Hartmann geht es bei ihrem Hobby jedoch nicht um Follower. „Vielmehr um richtig gutes Essen, um Futter für die Seele, um neue Ideen“, sagt sie. Deshalb gibt es bei „KitchIch“ nicht nur Rezepte, sondern regelmäßig auch Kochbuchvorstellungen und Texte über Menschen im Landkreis, die besondere Dinge herstellen. „Ich versuche darüber zu schreiben, wer hier was macht, über Produkte von hier, rund um das Thema Kochen und Backen“.

„Eat-12-Challenge“: In zwölf Restaurants speisen

Denn auf Regionalität legt die 34-Jährige großen Wert. „Wieso soll ich Tomaten aus Italien kaufen, wenn ich sie auch beim Bauern vor Ort bekomme?“, sagt Anne Hartmann, die, wenn sie einmal nicht kocht, als Diplompädagogin in Vechta arbeitet.

Außerdem hat sie kürzlich ihre ganz persönliche „Eat-12-Challenge“ (Iss-Zwölf-Herausforderung) in ihrem Blog gestartet. „Zwölf Restaurants möchte ich in diesem Jahr ausprobieren – ich möchte wissen, was der Landkreis kulinarisch zu bieten hat.“ Ein weiteres erklärtes Ziel der Bloggerin: Berührungsängste abbauen. Viele würden sich einfach nicht an neue Dinge herantrauen, sagt sie. „Mein Motto ist deshalb auch ‚Probiere alles aus, sonst könnte dir der perfekte Geschmack entgehen‘.“

Ausprobiert wird in der Küche der Foodbloggerin fast täglich. Das Herzstück: ganz klar, die pinke Küchenmaschine. Und auch die läuft hier regelmäßig auf Hochtouren. Genauso wie Anne. „Wir haben unsere Küche tatsächlich um diese Maschine herum gebaut“, sagt sie und grinst. Und wie sieht die Küche einer Foodbloggerin aus? Ein moderner Mix aus Alt und Neu beschreibt es wohl am besten, funktional – aufgeräumt – durchdacht. Alles steht an seinem Platz. Kein Hightech, dafür viel Handwerk. „Wenn ich hier so richtig loslege, ist es immer das totale Chaos“, erzählt sie. Das sei ihre Art. Kreatives Chaos. Denn Kreativität, die spielt bei ihrem Hobby eine große Rolle. Auch, wenn die meisten ihrer Gerichte aus Kochbüchern oder dem Internet stammen.

Grundzutaten dürfen auch gerne bodenständig sein

Ein Teil ihrer Küche verrät besonders ihre Affinität zum Kochen, Backen und für Küchengeschichten: Im Vorratsraum reihen sich dutzende Vorratsgläser dicht an dicht aneinander. Alle feinsäuberlich beschriftet und geordnet.

Die Grundzutaten dürfen, wenn es nach der Foodbloggerin geht, auch gerne mal bodenständig sein. „Fragt eure Omas und Mütter, die Menschen, die jeden Tag gut und gerne kochen. Jeder hat doch ein Gericht, dass er mit zu Hause verbindet, und das wegen seiner einfachen Zutaten einfach perfekt ist“, sagt Anne Hartmann. Mit Essen verbinde man immer auch Gefühle, Erinnerungen. „Und darum geht es doch beim Essen. Um Geschmack und das richtige Gefühl dabei.“

Das perfekte Essen, das besteht bei ihr aktuell übrigens aus handgemachten Nudeln, frischen Oliven, saftigen Tomaten und viel „Bella Italia“. „Davon kann ich gerade nicht genug bekommen“, sagt sie. Klar, dass sich das auch in ihrem Blog widerspiegelt. „Let’s do that Noodlething again“ heißt der Beitrag dazu. Und der quillt nur so über vor Begeisterung für diese einfache Sache.

Fotoshooting mit der Olive

Der Blog ist authentisch, witzig und raffiniert. Anne Hartmann kann schreiben, immer mit einer ordentlichen Prise Selbstironie. Die perfekte Ergänzung für die Leckerbissen, die sich auf ihren Bildern tummeln. Bis die kleinen Gaumenfreuden übrigens so ansehnlich auf dem Teller landen und dafür sorgen, dass den Lesern das Wasser im Mund zusammenläuft, bedeutet das für sie ein ganzes Stück Arbeit. Hier die Olive noch ein klein wenig nach rechts, da die Nudel einen Schwenk nach links. „Nicht selten ist mein Essen dann kalt – und mein Mann muss alleine essen, weil das Dekorieren so lange dauert“, sagt sie und grinst. „Nur einen Auflauf, den essen wir immer warm zusammen. Denn was ich auch anstelle – auf Fotos sieht sowas immer schrecklich aus.“


Erreichbar ist der Blog unter   www.kitchich.de 
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