VECHTA - Das Ziel ist der Ausbau der agrarnahen Forschung. Dafür engagieren sich die Hochschulen Vechta, Göttingen und Osnabrück.

Von Christoph Floren

VECHTA - Eine Stärkung der Zusammenarbeit mit der Wirtschaft sowie Möglichkeiten der Forschungskooperation: Das versprechen sich die Gründer des Wissenschaftlichen Zentrums für Ernährungswirtschaft und ländliche Räume (ZER).

Gestern trafen Vertreter der Agrarfakultäten der Fachhochschule Osnabrück, der Universität Göttingen sowie der Hochschule Vechta in Vechta zusammen, um das „ZER“ offizielle aus der Taufe zu heben. Es soll die möglichen Beiträge der beteiligten Einrichtungen für die Agrar- und Ernährungswirtschaft unter einem gemeinsamen Dach bündeln. Kurz nach Ostern trifft das Gremium zu einer weiteren Sitzung zusammen. Dann sollen die wissenschaftlichen und personellen Ressourcen neu aufgestellt und Forschungsverbünde organisiert werden, so Prof. Herman Van den Weghe (Forschungs- und Studienzentrum für Veredlungswirtschaft Weser-Ems).

Vechtas Hochschulpräsidentin Prof. Marianne Assenmacher wertete das Gemeinschaftsprojekt als „Chance, breitere Kooperationspotenziale für unsere Wissenschaftler zu erschließen“. Zudem würdigte sie die fächerübergreifende Orientierung des angestrebten „Netzwerkes“.

Prof. Hans-Wilhelm Windhorst, Direktor des Vechtaer Instituts für Strukturforschung und Planung in Agrarischen Intensivgebieten, erinnerte an die historischen Wurzeln des neuen „Konsortiums“, die bis ins Jahr 1990 zurückreichten. Seiner Einschätzung nach dient das „ZER“ (Geschäftsführung: Johannes Wilking) als hochschulübergreifende Kooperations- und Kommunikationsplattform.

In fünf Jahren, so der Göttinger Agrarwissenschaftler Prof. Rainer Marggraf, heißt es Bilanz zu ziehen, „und zu schauen, wo wir angekommen sind“. Dabei gelte es für alle Beteiligten, eine neu geschaffene Schnittstelle zur Wirtschaft zu bedienen, bei der der Servicegedanke wesentlichen Raum einnehme.