Vechta - 1993 entstand zwischen der Stadt Vechta und der ungarischen Stadt Jaszbereny eine Partnerschaft. Im selben Jahr bildete sich auch eine Schulpartnerschaft zwischen der kirchlichen Ludgerusschule und der Katholischen Nagyboldogasszony Grundschule und Gymnasium. Zum 25. Jubiläum dieser lebendigen Partnerschaft reiste jetzt der Schulleiter Pfr. Dr. Istvan Novak mit 40 Schülern zu einem großen Fest der Begegnung und Bewegung nach Vechta.

Der Tag begann mit einem Festgottesdienst in der Kirche Maria Frieden. Weihbischof Wilfried Theising feierte ihn zusammen mit den ungarischen Gästen und 500 Schülern der Ludgerusschule. „Es ist wichtig, dass ihr als junge Menschen andere Menschen und Länder kennen kernt“, sagte er ihnen.

25 Jahre Ungarnaustausch seien ein Grund zu feiern, sagte Theising. „Bei allen unterschiedlichen Sprachen haben wir doch das Gefühl: Wir gehören zusammen und sind Freunde. Das, was uns verbindet, ist der Glaube an Jesus Christus.“ Eine gute Freundschaft sei von unschätzbarem Wert. Freundschaftliche Beziehungen entstünden aber nicht im Vorübergehen. Dafür müsse man sich Zeit nehmen. „Wir müssen den Anderen kennenlernen. Uns erklären lassen, warum er dies und jenes anders sieht, anders macht, andere Sichtweisen und Sitten hat. Wichtig ist gegenseitiges Interesse. Und, dass Gott uns seinen Segen dazu gibt.“ In seiner Predigt verband Theising die Frage der Freundschaft auch mit der Flüchtlingsthematik. „Wie geht das, wenn Flüchtlinge zu uns kommen? Einige wollen sie einfach raushalten. Ich finde, das kann man nicht machen. Jesus hat uns was anders vorgegeben.“ Die Freundschaft zwischen Vechta uns Jaszbereny sei ein Beispiel dafür, dass man bei allen Unterschieden viele Gemeinsamkeiten habe. Auch wenn die Sprache Schwierigkeiten bereite, aber im Herzen fühle man sich miteinander verbunden.

Grüße der Stadt Vechta überbrachte am Ende des Gottesdienstes die stellvertretende Bürgermeisterin Simone Göhner. Menschen aus Brasilien oder Australien würden mit ihrem Blick von außen oft gar nicht zwischen den vielen europäischen Völkern unterscheiden. Für sie seien sie alle gleich. Daher sei es für Europäer wichtig, dass man sich über die Grenzen hinweg kennen lerne. Denn dabei lasse sich feststellen, dass überall ähnliche Wünsche nach Gesundheit, Erfolg und Spaß bestünden, sagte sie.

„Man muss sich bewegen, um sich zu begegnen. Und mit Bewegung fängt Freundschaft an“, sagte Schulleiter Clemens Feldhaus anschließend. Daher lud er die Schüler zum Sportfest ein. Für die Disziplinen Laufen, Walken, Radfahren und Schwimmen hatten sie für jeden zurückgelegten Kilometer Sponsoren gesucht. Das Geld wollen sich beide Schulen teilen und in die Neugestaltung ihrer Außenanlagen stecken.