VECHTA - Prof. Dr. Hans-Wilhelm Windhorst, der 1990 das Institut für Strukturforschung und Planung in agrarischen Intensivgebieten (ISPA) an der Hochschule Vechta gegründet hat und seitdem dessen Direktor ist, wird zum 1. April 2009 die Leitung abgeben. Der Institutsrat hat auf seiner Sitzung am vergangenen Montag Prof. Dr. Martina Flath zur neuen Direktorin gewählt. Ihr Amtszeit läuft bis zum 31. März 2001.

Windhorst wird im Mai dieses Jahres das 65. Lebensjahr vollenden und zum 30. September aus dem offiziellen Dienst ausscheiden, teilt die Hochschule mit. Er wählte diesen früheren Zeitpunkt der Amtsübergabe, damit eine zeitliche Überlappung bis zu seinem Ausscheiden gegeben ist. Seine Professur wird wahrscheinlich zum 1. Juni 2009 bereits wieder besetzt: Wirtschaftsunternehmen und Hochschule haben Mittel bereitgestellt, um eine Vakanz der Stelle zu vermeiden und den Lehr- und Forschungsbetrieb ohne Unterbrechung fortsetzen zu können.

Flath hat in Dresden Geographie und Mathematik studiert, dort 1978 promoviert und sich 1985 habilitiert. Sie war zunächst als Hochschullehrerin an der Pädagogischen Hochschule und dann an der Technischen Universität Dresden tätig. Seit 1997 ist sie als Universitätsprofessorin für Geographie und ihre Didaktik an der Hochschule Vechta tätig.

In der Forschung hat sie einen Schwerpunkt in der regionalen Geographie Ost- und Mitteleuropas. Im ISPA leitet sie die Abteilung Lernen im ländlichen Raum und Umweltbildung. Sie hat sich zusammen mit ihrer Arbeitsgruppe in den zurückliegenden Jahren insbesondere engagiert in der Einrichtung von Lernstandorten auf Bauernhöfen im Landkreis Vechta sowie in der Entwicklung von Unterrichtsmaterialien und Schulbüchern, die ein Bild von einer modernen, marktorientierten Land- und Ernährungswirtschaft vermitteln.