VECHTA - VECHTA - Als er gestern Mittag das Goldene Buch der Stadt Vechta durchblätterte, entdeckte der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Rudolf Seiters, kurz bevor er sich selbst eintrug den Namen Peter Maffay: „Na dann befinde ich mich ja in guter Gesellschaft“, schmunzelte er.

Der eigentliche Grund seines Besuchs war ungleich ernster: Als Schirmherr der Hospizstiftung Niedersachsen rührte er im Rathaus die Werbetrommel für die Benefizveranstaltung der Stiftung am 16. November am selben Ort (Beginn: 18.30 Uhr).

Vor allem bezog er aber ausdrücklich Stellung gegen die aktive Sterbehilfe. „Das Fundament aller Sittlichkeit ist die Furcht vor dem Leben“, zitierte er Albert Schweitzer. Vor diesem Hintergrund sei es wichtig, die Arbeit der Hospizbewegung zu unterstützen. Sie sei eine wichtige Ergänzung zur Krankenpflege. Ängste kranker Menschen vor Schmerzen und Vereinsamung könnten mit Hilfe des Einsatzes Ehrenamtlicher abgebaut werden.

In diesem Sinne forderte Vechtas Bürgermeister Uwe Bartels, dass die Menschen das Sterben nicht aus ihrem Leben ausblenden dürften. Eine Diskussion, die sich mit diesem Thema auseinander setze, bewertete er deswegen positiv. Sie dürfe sich indes nicht auf die Frage konzentrieren, wie möglichst schnell gestorben werden dürfe.