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NWZonline.de Region Vechta Gemeinden Vechta

Patientenverfügungen sind lebenswichtig

27.09.2019

Vechta Jeder sollte mit der Vollendung des 18. Lebensjahres eine Vorsorgevollmacht und eine Patientenverfügung abschließen, schriftlich niederlegen und mit seiner Familie darüber sprechen. Das war die einhellige Botschaft, die alle Experten jetzt auf der öffentlichen Betreuungsveranstaltung im Amtsgericht Vechta abgaben. Rund 100 Teilnehmer waren zum ersten Teil der Veranstaltung gekommen, der Schöffengerichtssaal konnte die Besucher nicht alle fassen. Es fand jedoch nach der ersten Runde eine zweite Beratung statt.

Amtsgerichtsdirektorin Mechthild Beckermann moderierte die Veranstaltung und stellte die Frage: Warum tun sich die Bürgerinnen und Bürger so schwer damit, eine Patientenverfügung und eine Vorsorgevollmacht rechtzeitig zu erstellen und zu unterschreiben? Sie vermutete, dass viele Bürger in dem Glauben sind, dass im Falle einer Notwenigkeit der Ehepartner oder die Eltern für volljährige behinderte Kinder entscheiden könnten, was gemacht werden darf und muss. Das sei aber nicht automatisch so.

Betreuungsrichterin Simone Schnieders-Kröger legte detailliert dar, wie wichtig beide Vollmachten seien. Es reiche nicht eine der Vollmachten, sondern beide seien unabhängig voneinander lebenswichtig. An praktischen Beispielen wies Erika Rüwe vom St. Marienhospital Vechta darauf hin, dass Patientenverfügungen vor allem auch für die Ärzte wichtig seien. Das treffe vor allem für Fälle zu, in denen der Patient selber nicht mehr Fragen des Arztes beantworten könne und mit seinen Angehörigen nie über einen solchen Fall darüber gesprochen habe.

Über die wichtige Betreuung durch Ehrenamtliche berichtete Manfred Schilling. Alle Fragen der Betreuung behandelten Christiane Priester vom Sozialdienst katholischer Frauen und Hans-Jochen Steinhagen vom Betreuungsverein des Sozialdienstes katholischer Männer. Beide Einrichtungen gaben schon im Vorraum des Saals Hinweise auf die Möglichkeiten der Betreuung. Es lagen auch Vollmachtformulare aus, und es wurde darauf hingewiesen, dass Vollmachtformulare im Internet zur Verfügung stehen. Die Vertreter der Betreuungseinrichtungen könnten darüber hinaus immer angesprochen werden, wenn Hilfe erforderlich sei.

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