VECHTA - 200 Privatinsolvenzen im Amtsgerichtsbezirk Vechta 2008 und 2009 aktuell bereits 80 Fälle – quer durch alle gesellschaftlichen Schichten: Diese Zahlen und Fakten beschäftigen Holger Weinreich, Koordinator im Fachbereich Schuldnerberatung beim Diakonischen Werk in Vechta. Gemeinsam mit der Rechtsanwältin Ulrike Schlarmann (Wettringen) und Rechtspfleger Werner Freke (Vechta) hatte Weinrich am Donnerstag, 30. April, das Forum „Probleme des Insolvenzschuldners im Verbraucherinsolvenzverfahren“ vorbereitet. Eingeladen zu dieser Veranstaltung waren Vertreter heimischer Banken und Kommunen sowie des Finanzamts Vechta, der Justiz sowie der „ARGE“ und Juristen.

Unter Leitung des Insolvenzrechtlers Prof. Hugo Grote (Fachhochschule Koblenz) spielten sie anhand einer von den Organisatoren zusammengestellten Musterakte einen fiktiven Fall durch. Dabei galt den Besonderheiten des heimischen Raumes, wie etwa oft vorliegende persönliche Beziehungen zu einem Schuldner, die zu Verunsicherungen führen können, besonderes Augenmerk. So galt es für die Teilnehmer, Lösungen für das Tagesgeschäft in der Schuldnerberatungen zu finden.