Vechta - Die Justizvollzugsanstalt für Jungtäter in Vechta mit 290 Gefangenen und 210 Justizbeamten hat einen neuen Leiter. Niedersachsens Justizministerin Dr. Barbara Havliza (CDU) führte Regierungsdirektor Dr. Manfred Krohn als Nachfolger des bisherigen Anstaltsleiters Rainer Karsten in sein Amt ein. Havliza würdigte dabei die Verdienste des bisherigen Anstaltsleiters und erklärte, dass der Nachfolger als langjähriger stellvertretender Anstaltsleiter eine gute Wahl für das Amt sei.
Die Justiz sei zur Neutralität verpflichtet. Dazu gehöre auch, sich voll für die Werte und die Einhaltung der Gesetze einzusetzen. „Es darf keinen Zweifel an der Menschlichkeit im Strafvollzug geben“, so die Ministerin. Auf der anderen Seite gelte es aber auch, jegliche Art einer Radikalisierung zu verhindern. Havliza dankte den Mitarbeitern und -innen der Justizvollzugsanstalten für ihre Arbeit. Die Vechtaer Anstalt sei auf dem Ausbildungssektor der Gefangenen ein Vorbild.
Für die Stadt Vechta sicherte Bürgermeister Helmut Gels dem neuen Anstaltsleiter die volle Unterstützung von Rat und Verwaltung zu. Auf die Geschichte eingehend erinnerte Gels daran, dass es in Vechta schon im 17.Jahrhundert eine Gefängnis gegeben habe. Die Anstalten für Männer und Frauen seien nicht nur ein guter Arbeitgeber, sie gehörten, da sie sich mitten in der Stadt befänden, einfach dazu. Die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Vollzugsanstalten werde auch bei den jährlichen Open-Air-Veranstaltungen deutlich.
Für die Leiter der niedersächsischen Justizeinrichtungen sprach Günter Schroven aus Wolfenbüttel: „Du hast es verdient, das Amt zu bekommen.“ Für die Mitarbeiter überreichte Personalratsvorsitzender Sascha Minnemann nach einer humorvollen Rede einen überdimensionalen Hausschlüssel. „Ich bin nicht der Neue, sondern der Alte“, so Manfred Krohn in seinem Abschlusswort und erinnerte dabei an seine langjährige Tätigkeit im Vollzug und als Stellvertreter des ausgeschiedenen Leiters.
