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NWZonline.de Region Vechta Gemeinden Vechta

Abschied nach 36 Jahren

16.02.2019

Vechta Mit viel Lob und Dank haben das Bischöflich Münstersche Offizialat und Weggefährten aus der Kirchenmusik den langjährigen Regionalkantor Stefan Decker (63) verabschiedet. „Sie bekommen Ihren Mann zurück. Wir haben versucht, ihn pfleglich zu behandeln“, scherzte Dr. Markus Wonka, Leiter der Abteilung Seelsorge am Bischöflich Münsterschen Offizialat, zu Deckers Ehefrau Monika. Nach einem Festakt im Kollegenkreis trafen sich katholische und evangelische Kirchenmusiker sowie der Chor des Offizialats zu einem zweistündigen Abschiedskonzert in der Klosterkirche.

Zur großen Freude des Geehrten setzte sich mit Werner Haselier auch der Nestor der Südoldenburger Orgelszene und Lehrer von vielen der anwesenden Kirchenmusiker für zwei Stücke an die neue Woehl-Orgel. Den Bau dieser Orgel, so betonte es die langjährige evangelische Kantorin der Klosterkirche Paula Hyson, habe Stefan Decker ganz wesentlich mit angestoßen.

Der gebürtige Saarländer hatte im Anschluss an Abitur und Wehrdienst in Saarbrücken Kirchenmusik studiert. Nach seinem A-Examen 1979 machte er 1981 den Abschluss als Musikpädagoge. Seine erste Stelle als Kirchenmusiker trat er in Eppelborn an. Nach vier Jahren bewarb sich Decker, der inzwischen verheiratet war, auch nach Vechta und bekam hier als Regionalkantor am Bischöflich Münsterschen Offizialat wie auch auf eine zweite Stelle den Zuschlag. Dass er sich für Vechta entschieden habe, „ist für viele zum Segen geworden – und dieser Segen kommt hoffentlich wie ein Echo immer wieder und immer neu auf Sie zurück“, sagte Offizialatsrat Bernd Winter.

Die ersten sechs Jahre war Decker zur Hälfte auch Organist der Katholischen Kirchengemeinde St. Georg in Vechta. Zu seinen Aufgaben zählten in den Folgejahren die Vertretung ausgeschiedener oder verhinderter Chorleiter und Organisten in den Kirchengemeinden des Offizialatsbezirks. „Gibt es überhaupt eine Kirchengemeinde, in der Sie noch nie die Orgel gespielt haben?“, fragte ihn Winter.

Zu Deckers Aufgaben zählten auch die Tätigkeit als Orgelsachverständiger, die Förderung des Neuen Geistlichen Liedes, die musikalische Gestaltung der Bekenntnistage, Bigband-Arrangements, eine 15-jährige Mitarbeit beim Dialog Verlag in Münster bei der Herausgabe der CD-Edition Kirche und Leben, und über viele Jahre die Mitarbeit in der Bistumskommission für Kirchenmusik. Er freue sich sehr, so Winter, dass Decker nach seinem Ausscheiden weiterhin Organistendienste übernehmen und mit den Benediktinerinnen in Dinklage arbeiten werde. Auch die Choral-Schola in Füchtel könne weiter auf ihn zählen.

Auf 50 Jahre als Kirchenmusiker könne er zurückblicken, sagte Decker. Seinen Kolleginnen und Kollegen dankte er für die große Unterstützung, vielen anderen Musikern auch über Konfessionsgrenzen hinweg für die gute Zusammenarbeit. Die vielen verschiedenen Aufgaben hätten ihm immer großen Spaß gemacht. Daher sei er auch bereit, über seinen Ruhestand hinaus kirchenmusikalisch tätig zu sein. „Aber ich behalte mir auch das Recht vor, mal Nein zu sagen“, lachte er.

Deckers Nachfolger Thorsten Konigorski, zurzeit noch Kantor in Viersen, tritt seinen Dienst in Vechta zum 1. Juli 2019 an.

Peter Linkert Redaktionsleitung Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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