VECHTA - Eine „sinfonische Neuinterpretation“ der ursprünglichen spätbarocken „Müller-Orgel“ soll 2013 in der Vechtaer Klosterkirche am Franziskanerplatz stehen. Das besagt ein Vertrag, den die ev. Kirchengemeinde Vechta mit dem Marburger Orgelbauer Gerald Woehl geschlossen hat.

Der erste, mit 270 000 Euro veranschlagte Abschnitt wurde am Donnerstag, 19. März, in Auftrag gegeben. Er umfasst das Gehäuse, die Windanlage und die Mechanik. Dafür wurde eine Anzahlung von knapp 100 000 Euro geleistet.

Voraussetzung für die Einhaltung des Zeitplanes ist, dass der Fortschritt dringender Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten an dem 200-jährigen Gotteshaus einen Einbau zu diesem Zeitpunkt erlaubt. In der Kirche müssen etwa die aus den 50er Jahren stammende, mit Strom betriebene Heizungsanlage erneuert sowie Fenster repariert werden (die NWZ berichtete).

Fast elf Jahre haben der Orgelbauförderverein sowie die kath. und die ev. Kirchengemeinde Spenden für das mit insgesamt etwa 700 000 Euro kalkulierte Projekt gesammelt. Im Endausbau wird die neue Orgel 46 Register umfassen, und Spielmöglichkeiten für Orgelliteratur unterschiedlicher Epochen bieten. Dazu sind allerdings noch weitere großzügige Spenden nötig.

Mit der neuen Orgel in der Kirche des ehemaligen Franziskanerklosters wollen die Verantwortlichen einen Beitrag zum kulturellen Leben in Vechta und umzu leisten. Das zukünftige Instrument soll zudem eine Herausforderung für Organisten darstellen, heißt es in einer Pressemitteilung.