Vechta - Der Umgang mit Flucht und Vertreibung ist zentrales Thema der neuen Ausstellung „Angekommen – Die Integration der Vertriebenen in Deutschland“ im Foyer der Kreisverwaltung Vechta. Gezeigt werden beispielhafte Schicksale von Vertriebenen und Geflüchteten nach dem Zweiten Weltkrieg. Dabei geht es um die mühevollen Neuanfänge in einer abwehrenden, oft sogar feindseligen Umgebung.
Einer der damals rund 15 Millionen Geflüchteten ist Peter Winkler, stellvertretender niedersächsischer BdV-Landesvorsitzender, der bei der Eröffnung ebenfalls zu Gast war. In seinem Grußwort betonte er vor allem das Wort „Angekommen“. „Angekommen in einer fremden Umgebung, mit einer fremden Mundart, fremden Bräuchen und Konfessionen. Kann man da ankommen?“, fragte Winkler und berichtete von seiner Flucht aus Schlesien bis nach Hannover.
Hartmut Heinen, Erster Kreisrat, machte deutlich, dass Flucht und Vertreibung auch heute aktuell sind. Menschen, die vor Krieg und Tyrannei flüchten, müsse auch geholfen werden. „Viele Eltern und Großeltern, die damals vertrieben worden sind, haben einen wesentlichen Beitrag zum Wiederaufbau der Bundesrepublik geleistet. Da kann man nur den Hut ziehen“, so Heinen weiter.
Die Ausstellung, die vom Bund der Vertriebenen ins Leben gerufen wurde, ist bis zum 17. Oktober zu sehen. Weitere Informationen zum Thema gibt es im Internet.
