VECHTA - „Nicht dasitzen, wie ein Stillleben, bieten ist hier angesagt!“ „75 Euro – Zuschlag, das ist einen Applaus wert!“ So und ähnlich hat der international renommierte Pferdeauktionator Uwe Heckmann (Vechta) am Freitag, 27. November, die Besucher einer Benefiz-Kunstauktion in der Klosterkirche „Am Franziskanerplatz“ zu nach oben offenen Geboten – ab zehn Euro – animiert.
Wo sonst Gottesdienstbesucher beten, hatten die Organisatoren 100 von der Oldenburgischen Landschaft zur Verfügung gestellte Werke aus den Magazinen der Stiftung Oldenburgischer Kulturbesitz platziert. Das Ziel: Möglichst viele der Bilder von Hein Bredendiek, Veronika Caspar-Schröder, Walter Kleen, Olaf Marxfeld und Karl Schröder sollten neue Besitzer finden. Denn, so Jörg Michael Henneberg (Oldenburgische Landschaft): „Bilder müssen zu sehen sein, und nicht dunklen Lagerräumen verstaut werden. So haben es sich die Künstler gewünscht.“
Der Versteigerungserlös fließt ohne Abzug in die Kulturarbeit der Vechtaer Justizvollzugsanstalt für Frauen. Für den guten Zweck verzichtete Heckmann auf die sonst üblichen Versteigerungsprozente.
Übrigens: Die Veranstaltung war die zweite ihrer Art in der Kirche des früheren Franziskanerkonvents. Bereits am 13. September 2008 kam dort Kunst zum Aufruf, und Heckmanns sonst eher von hochkarätigen Pferdeauktionen bekanntes „Schnell ein Gebot, bitte!“ hallte durch den Sakralbau. Damals erzielte er 3100 Euro für die Renovierung des Gotteshauses.
