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NWZonline.de Region Vechta Gemeinden Vechta

Zehn Jahre Geriatrische Rehaklinik

03.01.2018

Vechta In der Rehabilitationsgeriatrie des St. Marienhospitals in Vechta geht es lebhaft zu an diesem Morgen. In der Sitzecke des Flurs der in sanftem Grün gehaltenen Station „Kopenhagen“ behandelt Physiotherapeut Michael Dumstorf eine Patientin an der Schulter. Auf der gelb gestalteten Station „Hannover“ ist ein älterer Mann am Rollator unterwegs, stehen Türen offen, tauschen sich Mitarbeiter und Angehörige freundlich aus.

„Ein offener Umgang, eine Atmosphäre der Geborgenheit sowie der Erhalt von Selbstständigkeit und Lebensqualität sind neben der Diagnostik, Therapie und ganzheitlichen Behandlung älterer Menschen wichtige Aspekte unserer Arbeit“, betont Dr. Irene Link (50). Die Fachärztin für Innere Medizin und Klinische Geriatrie leitet den Bereich seit 2009 als Chefärztin. All das, was sie aufzählt, ist nicht nur an diesem Morgen zu spüren. Das lebt die Rehabilitationsgeriatrie des St. Marienhospitals in Vechta seit nunmehr bereits zehn Jahren.

Im Fokus der Arbeit des qualifizierten Teams, zu dem Ärzte, speziell ausgebildete Pflegekräfte, Ergo- und Physiotherapeuten, Logopäden, Diplom-Psychologinnen, eine Seelsorgerin und Sozialarbeiter zählen, steht der ältere und hochbetagte Patient mit seinen Besonderheiten. „Wichtig ist es uns, dass die Patienten ein Gleichgewicht zwischen Eigenständigkeit und dem bewussten, positiven Annehmen von Hilfeleistungen erfahren und für sich akzeptieren“, sagt Link.

Ihr Team bindet die Patienten aktiv in alle Handlungen mit ein, etwa über Fahrrad-, Koch- und handwerkliche Kurse oder kurze Spaziergänge durch den Therapiegarten. Das Ziel: am Ende der Behandlung einen nahtlosen Übergang aus der Reha-Klinik in das nachstationäre, bestenfalls häusliche Umfeld zu ermöglichen.

Jährlich versorgt die Geriatrische Rehaklinik in Vechta rund 700 Patienten aus dem gesamten Nordwesten Deutschlands, vorrangig aus dem Einzugsgebiet Weser-Ems und den Landkreisen Vechta, Cloppenburg und Diepholz. Maximal 35 Patienten können in den 24 Zimmern inklusive Nasszelle aufgenommen werden.

Behandelt werden unter anderem Patienten mit Einschränkungen in der Mobilität und Selbsthilfefähigkeit, beispielsweise Patienten mit Parkinson-Syndrom, nach Schlaganfall oder Amputationen. Ebenso Patienten mit degenerativen Erkrankungen des Bewegungsapparats (zum Beispiel Osteoporose, Gelenkverschleiß) und/oder mit erfolgten Operationen an den Bewegungsorganen wie nach Frakturen oder künstlichem Gelenkersatz, mit verzögerter Genesung nach Herzinfarkten mit und ohne Stent-Implantation, nach Schrittmacher- oder Bypass-Operationen. Auch Patienten, die isoliert behandelt werden müssen, nimmt die Klinik auf.

Zur modernen und umfangreichen Ausstattung der Klinik zählen etwa auch mehrere Therapie- und Untersuchungsräume, ein Speise- und Aufenthaltsraum, eine kleine Kapelle, ein voll ausgestattetes Appartement für Angehörige und der naturnahe Therapiegarten. „Zudem sind wir mit den Sozialdiensten gut vernetzt und arbeiten im Team vertraulich und konstruktiv zusammen“, betont Agnes Gelhaus. Sie muss es wissen, leitet sie doch das Sekretariat der Reha-Geriatrie von Beginn an, also seit ihren Anfängen im Jahr 2007.

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