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NWZonline.de Region Vechta Gemeinden Vechta

Gehbehinderten geschlagen – 49-Jähriger aus Vechta muss ins Gefängnis

25.07.2017

Vechta /Oldenburg Wegen vorsätzlicher Körperverletzung muss ein 49 Jahre alter Familienvater aus Vechta für acht Monate ins Gefängnis. Ein entsprechendes Urteil des Amtsgerichts in Vechta hat das Oldenburger Landgericht bestätigt. Der vorbestrafte Angeklagte hatte einen gehbehinderten Rentner zusammengeschlagen. Der 74-Jährige, der auf Gehstock und Rollator angewiesen ist, hatte gesehen, wie der Angeklagte in der Tiefgarage eines größeren Wohnkomplexes in Vechta gegen eine Transportbox urinierte.

Der Rentner hatte den Angeklagten dann ermahnt und darauf hingewiesen, dass die Tiefgarage keine Toilette sei. Das sollte er büßen. Als der 74-Jährige dem Angeklagten den Rücken zukehrte und davongehen wollte, versetzte der 49-Jährige seinem Opfer den Feststellungen zufolge einen dumpfen und wuchtigen Schlag in den Rücken. Der Rentner leidet unter einer geschädigten Wirbelsäule. So stürzte er auch durch den Schlag zu Boden.

Der 74-Jährige rappelte sich wieder hoch und schaffte es noch bis zu seinem Auto. Der Angeklagte aber war ihm gefolgt und schlug nun heftig auf den Kopf des Rentners ein. Die Schwester des 74-Jährigen erstattete dann Anzeige. Gegenüber der anrückenden Polizei zeigte sich der Angeklagte äußerst aggressiv. Es mussten ihm Handschellen angelegt werden. Im Prozess hatte der Angeklagte die Vorwürfe bestritten. Er habe den Rentner nicht geschlagen, sondern lediglich zur Seite geschoben.

Die Richter glaubten ihm aber nicht. Vielmehr schenkten sie dem 74-Jährigen absoluten Glauben. Er hatte den Angeklagten schwer belastet. Anzeichen, dass er das zu Unrecht getan haben könnte, gab es fürs Gericht nicht. Gegen das Vechtaer Urteil hatte der Angeklagte, der zur Tatzeit unter Bewährung stand, Berufung eingelegt, allerdings ohne Erfolg. Seine Berufung wurde als unbegründet verworfen.

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