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NWZonline.de Region

Drogenbanden-Chef muss hinter Gitter

08.11.2017

Vechta /Oldenburg Im Prozess gegen den Chef einer international agierenden Drogenbande, die insgesamt 35 Kilogramm Kokain durch den Landkreis Vechta geschmuggelt haben soll, ist der Angeklagte aus Dänemark am Dienstag wegen bandenmäßigen Drogenhandels zu drei Jahren und neun Monaten Gefängnis verurteilt worden. Dem Angeklagten kam zugute, dass die Taten bereits 18 Jahre zurückliegen.

Weil wegen der langen Zeit nicht mehr alles aufgeklärt werden konnte, musste das Oldenburger Landgericht etliche Verfahren einstellen. Drei Fälle des bandenmäßigen Drogenschmuggels konnten mit Hilfe des 48-jährigen Angeklagten konkretisiert werden. Wie berichtet, sind die Taten wegen der hohen Strafandrohung nicht verjährt. Die Drogen stammten aus Holland und waren für Dänemark bestimmt gewesen.

Andere Bandenmitglieder sind bereits zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt worden. Dem jetzigen Angeklagten war die Flucht nach Montenegro gelungen. Er konnte erst in diesem Jahr ausgeliefert werden. In Montenegro saß er längere Zeit in Haft – mit zwölf Personen in einer kleinen Zelle ohne sanitäre Anlagen. Der Oldenburger Rechtsanwalt Sebastian Wendt, der den Angeklagten verteidigte, konnte erreichen, dass die Zeit der unzumutbaren Haftbedingungen auf die jetzige Strafe um das Zweieinhalbfache angerechnet wird.

Strafmindernd wirkte sich auch das Geständnis des Angeklagten aus. Es hat das Verfahren erheblich verkürzt. Neben der Gefängnisstrafe ordnete die Kammer unter Vorsitz von Richter Horst Kießler an, dass der Angeklagte das Geld, das er mit den Drogengeschäften verdient hat, an den Staat zahlen muss. Das sind im Fall des jetzigen Angeklagten knapp 170 000 Euro.

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