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NWZonline.de Region Vechta Gemeinden Vechta

Drei Anklagen: Vechtaer kann sich nicht erinnern

17.10.2017

Vechta /Oldenburg Wegen Beleidigung, Bedrohung, öffentlicher Aufforderung zu Straftaten und Körperverletzung muss sich seit Montag ein 27 Jahre alter Mann aus Vechta vor dem Oldenburger Landgericht verantworten. Gegen den Angeklagten, der einstweilig in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht ist, liegen drei Anklagen vor. So soll der 27-Jährige seine Mutter und seinen Stiefvater in Handynachrichten aufs Übelste beleidigt und damit gedroht haben, ihnen die Augen auszustechen.

Im Internet veröffentlichte er auch die genaue Anschrift der Mutter, teilte mit, was die besitzt und wann sie nicht zu Hause ist. Das sollte möglichen Dieben Anreiz geben, das Haus der Mutter aufzusuchen. Seinen Bruder soll der Angeklagte niedergeschlagen haben. In Ungnade war die Familie gefallen, weil sie sich nach seiner letzten Haftentlassung nicht genügend um ihn gekümmert habe, erklärte der Angeklagte gestern. An einige Taten konnte er sich nicht mehr erinnern.

Mit den zahlreichen Straftaten konnte es so nicht weitergehen. Weil von dem 27-Jährigen eine Gefahr ausgehen soll, wurde er vorläufig in der geschlossenen Psychiatrie untergebracht. Dort allerdings soll er einen Pfleger bewusstlos geschlagen haben. Der Angeklagte gab gestern zu, in vielen Situationen „wohl über das Ziel hinausgeschossen zu sein“.

Die Amtsgerichte Vechta und Oldenburg haben alle Verfahren an das Oldenburger Landgericht abgegeben. Es ist zu klären, ob der Angeklagte dauerhaft in der geschlossenen Psychiatrie bleiben soll. Das Landgericht hat zu dem Verfahren einen Psychiater hinzugezogen. Der soll Auskunft über die Schuldfähigkeit des Angeklagten geben.

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