VECHTA - „Wir sind äußerst zufrieden.“ Mit diesen Worten kommentierte Präsident Wilhelm Weerda (Wilhelmshaven) das Ergebnis der 67. Elite-Auktion des Verbandes der Züchter des Oldenburger Pferdes im Vechtaer Pferdezentrum am Sonnabend. Als Grund für den Rekord-Durchschnittspreis nannte er die Qualitätsdichte der Kollektion. „Auch freut uns, dass trotz regen Auslandsinteresses viele gute Pferde in Deutschland geblieben sind.“ Auktionator Uwe Heckmann schloss sich dem an, dankte den Züchtern, Ausstellern und seinem Auktionsteam.

210 000 Euro war die Preisspitze. Gezahlt wurde sie für „Desperado“. Er wird von der Championatsreiterin Nadine Plaster weiter gefördert. Plaster kümmert sich auch um das teuerste Weser-Ems-Reitpony: Die Stute „Felice“ (v. Constantin-Sandro Ace, Z.üchter Josef Wernke, Cloppenburg) wechselte für 17 000 Euro den Besitzer. Insgesamt wurden in Vechta 2,25 Millionen Euro umgesetzt.

Bereits am Freitag hatte Heckmann während der „Großen Oldenburger Galaschau“ mit einem kurzweiligen Programm auf die Elite-Auktion eingestimmt. Regelrecht gefeiert wurde Michael Freund. Der Weltklasse-Viererzugfahrer bewies, dass man mit vier Pferden auch auf dem Teller wenden kann.

Heckmanns Herz schlägt auch für den Voltigiersport – schließlich war Oldenburgs Starauktionator selbst mal Deutscher Mannschaftsmeister im Turnen auf dem Pferd. Und so war es ihm eine ganz besondere Freude, den frisch gebackenen Deutschen Meister Mark Philipp Götting (Oldenburg) anzukündigen, dessen Kürvortrag für frenetischen Beifall sorgte.

Die Oldenburger Hymne erklang zur Verabschiedung von Royal Flash. Der 19-jährige Ramino-Damhirsch-Sohn aus der Zucht von Manfred Kötter, Bramsche, hatte seiner jungen Reiterin Johanna von Fircks den Weg in den internationalen Grand Prix-Dressursport geebnet.

region, S. 22