VECHTA - Er stammt aus den Niederlanden, lebt in Vechta, und startet, wie er augenzwinkernd bemerkt, „natürlich für Oldenburg“. Und das derzeit hocherfolgreich, wie seine Siege und vorderen Platzierungen bei den renommierten Hallenturnieren in Neustadt Dosse, Nantes (Frankreich), Neumünster, oder am vergangenen Wochenende in Dortmund.

Die Rede ist von dem 33-jährigen Springreiter Gerald Geessink. Seit 2007 hat sich Sohn eines erfolgreichen Hengsthalters im Pferdezentrum Vechta niedergelassen (die NWZ berichtete). Dort betreut er, unterstützt von Max Meyer, den es vor etlichen Jahren aus dem bayerischen Mauerstetten nach Norden verschlagen hat, den Verkaufs- und Turnier-Springstall des Oldenburger Zuchtverbandes.

Derzeit ist Geessinks Terminkalender prall gefüllt. Seit Dienstag, 11. März, läuft das Training der Kandidaten für die 68. Vechtaer Frühjahrs-Eliteauktion am Sonnabend, 5. April. Bis zur Versteigerung hat der 33-Jährige sechs Parcours-Hoffnungen aus dem Auktionslot in Beritt. Die gilt es, täglich zu arbeiten. Hinzu kommt der Kontakt mit potentiellen Kunden. Viele Oldenburger Fans machen sich im Vorfeld der Versteigerung ein Bild vom Angebot.

Darüber hinaus sind sieben Turnierpferde, allen voran der elfjährige, Holsteiner Schimmelhengst „Casco“,und die achtjährige Oldenburger Stute „C-Tje“ aus der Zucht von Janne und Hendrik Sosath (Lemwerder), in Form zu halten. „Cascos“ Talent für den großen Springsport hat übrigens Geessinks Vater Anton erkannt, als er ihn gerade einmal zweijährig erwarb.

Während der Countdown für die Elite-Auktion läuft, bestimmt der Einsatz für den Oldenburger Verband Geessinks Tag. „Stehen große Turniere an, wie Dortmund, wo „Sarina“ ein Zwei-Sterne-S-Springen gewonnen hat, kann ich mir frei nehmen“, berichtet er. Eine Woche nach der Versteigerung, am 12./13. April April beginnt für Geessink in Lummen (Belgien) die „Grüne Saison“. Am letzten Aprilwochenende hat sich der Springreiter viel vorgenommen. Dann geht es nach Mierlo, wo auf der Anlage des Nationenpreisreiters Eric van der Vleuten, die holländischen Meisterschaften anstehen. Schneidet Geessink dort gut ab, kann das ein Ticket für den B–Kader seines Heimatlandes bedeuten.

Mehr Informationen auch unter www.oldenburger-pferde.com