VECHTA - VECHTA - Wenn am Sonnabend, 23. April, um 15 Uhr vor internationalem Publikum der Startschuss für die 62. Frühjahrs-Elite-Auktion in Vechta fällt, fiebern auch die Pfleger mit. Doch bis dahin liegt für die Betreuer der Versteigerungskandidaten noch jede Menge Arbeit an.
Seit Anfang April herrscht Hochbetrieb im Stall des Oldenburger Pferdezentrums an der Grafenhorststraße. Die Verantwortung trägt Silke Homann. Unter ihrer Leitung sorgen zehn bis zwölf Pflegerinnen, von denen vier auf der Anlage wohnen, dafür, dass mehr als 50 größtenteils drei- oder vierjährige Pferde dem Anlass entsprechend herausgebracht werden. Natürlich muss auch das Zubehör wie Sättel, Zaumzeug, Decken und Bandagen „elitemäßig“ glänzen.
Der Arbeitstag im Auktionsstall beginnt um 7.30 Uhr mit dem ersten Füttern. Weitere Mahlzeiten für die vierbeinigen Hauptakteure folgen um 13 und um 17 Uhr. Auf dem „Speiseplan“ stehen Hafer, ein Müsli-Mineralfutter-Gemisch und Luzerne. „Individuell kommen je nach Belastung spezielle Energiekonzentrate hinzu“, so Homann.
Für die Pfleger, in der Regel Studentinnen aus Vechta, Oldenburg und von der Tierärztlichen Hochschule Hannover, beginnt der Dienst um 9.30 Uhr mit dem Säubern der Boxen. Jede der jungen Frauen betreut sechs bis acht „Auktioniken“. Täglich von elf bis 14 Uhr laufen die Ausbildung der Pferde und das Ausprobieren nach Vereinbarung. Zwischendrin sind der Hufschmied und der Verbandstierarzt im Einsatz.
Im Training steigen sechs Bereiter, darunter Vechta-Neulinge wie Jakob Wischniewski für die Dressur oder alte Auktionshasen wie der für die Springtalente zuständige Matthias „Matze“ Janssen in den Sattel. Die Pfleger sorgen dafür, dass die „Jockeys“ im fliegenden Wechsel umsitzen. Anschließend folgt die Entspannungsphase. Die Pferde werden gewaschen, kommen unters Solarium, und werden eingedeckt. Nach der Abend-Fütterung herrscht Stallruhe.
Während der Vorbereitung auf die Elite-Auktion schaut ein Teil der Aussteller herein. Zudem gibt es für die Pferdebesitzer regelmäßig Informationen über den Gesundheitszustand ihrer Tiere. Wenn es dann bei der Versteigerung geklappt hat, dürfen sich auch die Pfleger freuen. Als Anerkennung und Dankeschön der Auktionsbeschicker erhalten sie den einen oder anderen Präsentkorb, und auch schon ‘mal eine Flasche Sekt.
Mehr Informationen auch unter www.oldenburger-pferde.com
