VECHTA - „Wir sind eine großen Schritt voran gekommen.“ So hat Vechtas Bürgermeister Uwe Bartels (Pro Vechta) am Mittwoch, 22. Juli, die Unterzeichnung einer Kreuzungsvereinbarung mit der „DB-Netz AG“, Regionalbereich Nord, zur Realisierung des Projektes Entlastungsstraße Vechta-West (die NWZ berichtete), kommentiert. Er betonte, dass mit der Unterschrift die Endphase fast dreijähriger Verhandlungen erreicht worden sei.
Unterstützung für diese Bewertung der Sachlage erhielt Bartels von den Ratsfraktionsvorsitzenden Claus Dalinghaus (CDU), Hans-Peter Meerpohl (SPD) und Paul Lübbe (FDP). Sie zeigten sich einig, dass es bei dem Bauvorhaben um ein gut vorbereitetes Projekt zur Entwicklung der Stadt Vechta handele. „Die aktuelle Lösung ist das Beste, was in dieser komplizierten Situation getan werden kann“, so Dalinghaus. Zudem äußerten die Kommunalpolitiker die Hoffnung, dass der Baustart noch 2009 erfolgt.
Die Kosten für die notwendigen Baumaßnahmen „innerhalb der Kreuzungsvereinbarung“, so Vechtas Erster Stadtrat Josef Kleier, werden mit zwölf Millionen Euro veranschlagt. Sie gehen zu je einem Drittel zu Lasten der Stadt, des Bundes und der Bahn. Vom Stadtanteil kommen laut Kleier 60 Prozent aus „GVFG-Mitteln“.
Scharfe Kritik an dem Vorhaben Entlastungsstraße Vechta-West übt nach wie vor die Fraktion „Wir FÜR Vechta“. In einem von Fraktionschef Dieter Rehling unterschriebenen Brief, der beispielsweise an die hiesigen Bundestagsabgeordneten sowie an zahlreiche weitere Parlamentarier, Behörden und Institutionen ging, bitten sie um Unterstützung, „dass ein kommunales Prestigeobjekt noch verhindert werden kann“. Wie zuvor wendet sich „Wir FÜR Vechta“ etwa gegen die Form der kommunalen Verkehrszählung, und spricht insgesamt von einem „schildbürgerartigen Projekt“.
Bartels und die drei Fraktionschefs empörten sich über den Brief. Meerpohl (SPD) sagte: „Nachgewiesenes wird bestritten“, und Dalinghaus „verwahrte sich deutlich gegen die erhobenen Vorwürfe“. Lübbe (FDP) sprach von „Nachkarten mit dem Ziel, Verunsicherung zu streuen.
