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NWZonline.de Region Vechta Gemeinden Vechta

Hilfsdienste befürchten Eingriffe

17.10.2019

Vechta Die umstrittenen Pläne von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn für den Rettungsdienst waren jetzt Thema eines Gesprächs, zu dem sich Vertreter der Malteser und des DRK mit der Bundestagsabgeordneten Silvia Breher (CDU, Löningen) getroffen haben. Die beiden Hilfsorganisationen sind im Oldenburger Münsterland im Auftrag der Landkreise für den Rettungsdienst zuständig – die Malteser in Vechta und das DRK in Cloppenburg. Sie befürchten, dass „sehr gut funktionierende Systeme“ durch die Reform gefährdet werden könnten. An dem Gespräch hat auch Vechtas Erster Kreisrat Holger Böcken­stette teilgenommen.

Spahn will unter anderem integrierte Notfallzentren einführen, in denen der kassenärztliche Notdienst und die Notaufnahme der Krankenhäusern zusammengefasst werden. Auch die unterschiedlichen Rufnummern sollen dann in der gleichen Zentrale auflaufen. Der Rettungsdienst soll zudem die Verantwortung für seine strukturellen Voraussetzungen in die Hand der Länder legen.

Mit der Einflussnahme des Bundes auf die strukturellen Voraussetzungen könnte Spahn aber auch auf örtlich angepasste Lösungen einwirken, die bisher von den Hilfsorganisationen und den Landkreisen entwickelt wurden, befürchten Malteser und DRK. Sie stellten Breher beispielhaft das im Oldenburger Land entwickelte Modellprojekt „Gemeindenotfallsanitäter“ vor, mit dem Fehleinsätzen und überfüllten Notaufnahmen entgegengewirkt werden soll. Der Ansatz, der in Amerika bereits erfolgreich praktiziert wird, stößt mittlerweile bundesweit auf großes Interesse.

Die Entwicklung solcher angepassten örtlichen Lösungen sehen Oliver Peters und Walter Rempe als Fachverantwortliche für den Rettungsdienst beim DRK beziehungsweise den Maltesern als möglicherweise gefährdet an – ebenso wie die Einbindung ehrenamtlicher Kräfte aus den Katastrophenschutzeinheiten der Ortsgruppen in den erweiterten Rettungsdienst, die derzeit hier noch vorbildlich funktioniere.

„Unsere Bedenken als Beauftragte im Rettungsdienst sind, dass bisher sehr gut funktionierende Systeme gefährdet werden, um andere Problemfelder zu lösen“, erläutert Peters. „Darüber haben wir mit Frau Breher, gesprochen und uns gefreut, ihr unsere Bedenken und Anregungen mitteilen zu können.“ Auch Diözesangeschäftsführer Frank Rieken zog ein positives Resümee: „Wir freuen uns, dass Frau Breher sich die Zeit genommen und uns so aufmerksam zugehört hat. Wir vertrauen darauf, dass sie ihre Erkenntnisse an geeigneter Stelle platzieren wird“.

Peter Linkert Redaktionsleitung Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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