• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Vechta Gemeinden Vechta

Ministerin besucht an Heilig Abend Gefängnis

27.12.2018

Vechta Mit einem privaten Familienauto mit Osnabrücker Kennzeichen fuhr am Vormittag des Heiligen Abend Dr. Barbara Havliza an der Willohstraße in Vechta auf den Parkplatz der Justizvollzugsanstalt für Jungtäter. Die Niedersächsische Justizministerin stieg aus und hielt in ihren Händen eine große Schale mit Süßigkeiten. Das Tor der Anstalt surrte, die Tür öffnete sich und im Aufenthaltsraum an der Pforte warteten Rainer Karsten, Leiter der Vollzugsanstalt, die Landtagsabgeordneten Dr. Stephan Siemer (CDU) und Deniz Kurku (SPD) sowie ein paar Justizbedienstete. „Ich bin heute gekommen, um zu zeigen, dass wir an diesem Tag auch an die denken, die nicht im Kreise ihrer Familien Weihnachten feiern können. Über Politik wird heute nicht gesprochen“, so die Ministerin.

Anstaltsleiter Karsten führte die kleine Gruppe zu einem Rundgang an. Es ging in die Zentrale der Anstalt. Es ging dann durch den Besucherraum. Hier saßen rund 50 Angehörige, auch kleine Kinder waren dabei, die einen Angehörigen besuchten. Es gab Tee und Gebäck. Weiter ging es durch die geschmückten langen Flure, die Häftlinge standen dort in Gruppen oder vor den Türen ihrer Zellen. „Heute haben wir alle Türen geöffnet“, so Rainer Karstens, „es ist ja Weihnachten.“

Die Gruppe der 14 bis 18-Jährigen war noch beim Frühstück. es handelte sich um jugendliche Untersuchungsgefangenen. Die Ministerin, lange Jahre Richterin, fragte den 16-jährigen jungen Mann. „Anklage schon bekommen?“ „Ja“, die Antwort. „Gib es auch schonen einen Termin vor dem Jugendgericht?“ „Nein, noch nicht“.

Im einem Gruppenraum trafen sie auf Gefangene, die eine Sozial-Therapie machen. Hier war das Thema mit der Besucherin das Fitness-Training. Eine Stunde pro Woche war ihnen zu wenig. Die Jungs, die dort zusammensaßen, gehörten zu denen, die etwas länger in Vechta bleiben. Sie wie viele andere freuten sich schon auf den Nachmittag des Heiligen Abends. Sport war angesagt, drinnen Tischtennis und draußen Leichtaltethik und Fußball.

Abschließend die Frage der Ministerin: „Was machen Sie morgen, am ersten Weihnachtstag?“ „Wir werden kochen, in drei großen Gruppen hat man sich über das Weihnachtsessen geeinigt. Die Küche hat alles besorgt, und wer will, wird sich bei der Zubereitung beteiligen.“

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.