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NWZonline.de Region Vechta Gemeinden Vechta

„Bis Weihnachten wollen wir fertig sein“

02.06.2018

Vechta Dort, wo sonst Holzbänke Reihe an Reihe stehen, wo Kirchgänger tagtäglich singen und beten und wo Brautpaare sich das Ja-Wort geben, prägen Holzplatten, Abdeckplanen und Baugerüste das Bild. Denn in der Propsteikirche St. Georg im Herzen Vechtas wird gebaut. Saniert, um genau zu sein. Und das ist auch bitter nötig. Denn das Innere des Gotteshauses aus dem 13. Jahrhundert ist in keinem guten Zustand.

Der Putz bröckelt von den massiven Säulen, der Boden im Chorraum sackt ab und zieht Bodenbeläge sowie den Hochaltar in Mitleidenschaft, sagt Propst Michael Matschke. „Dazu bildet sich an vielen Stellen Schimmel, beispielsweise am Taufbecken.“ Außerdem würden veraltete Elektroinstallationen ein Sicherheitsproblem darstellen. „Unsere Vorfahren haben die Kirche immer wieder restauriert und saniert – und nun sind wir in der Pflicht, unseren Teil dazu beizutragen“, so Propst Michael Matschke. Erst vor einiger Zeit war die Außenfassade der Kirche saniert worden.

Kurz nach Pfingsten, und damit über einen Monat später als eigentlich geplant, wurden nun die Bänke ausgeräumt, Bilder abgehängt, Figuren verstaut und die Orgel ausgebaut. Handwerker machten den Innenraum fit für den Umbau, verkleiden Boden und feste Einrichtungen wie Taufbecken und Altäre. Was dann folgt, ist ein umfangreicher Maßnahmenkatalog, den die Kirchengemeinde mit einem Architekten erstellt hat. Der Innenraum erhält einen neuen Anstrich, und die Ausleuchtung wird verbessert. Handwerker und Restauratoren erneuern unter anderem die Sakristei und die Altäre sowie die Heiz- und Lüftungsanlage.

Kosten für das Projekt: rund 1,2 Millionen Euro. Knapp ein Viertel davon muss die Kirchengemeinde. St. Mariä Himmelfahrt selbst tragen. Und das sind immerhin 428 000 Euro. Zuschüsse kommen vom Bischöflich Münstersche Offizialat (BMO). Das hat sich bereiterklärt, ein rückzahlbares Darlehen von 381 000 Euro sowie eine Investitionshilfe von 413 000 Euro zur Verfügung zu stellen.

„Ganz ohne Spenden können wir solch ein großes Projekt aber nicht umsetzen“, sagt Matschke. Und dass es in Vechta eine große Spendenbereitschaft gibt, zeigt das „Spendenthermometer“ auf der Onlinepräsenz der Gemeinde: 278 009 Euro standen da am 9. Mai. Und Matschke ist zuversichtlich, dass die Marke von 428 000 Euro bis Weihnachten geknackt wird. „Denn dann wollen wir den ersten Gottesdienst wieder in St. Georg feiern.“

Bis es soweit ist, finden die Andachten in der Kirche Maria Frieden (am Wochenende) und in der Kapelle des Antoniushauses (an allen anderen Tagen) statt. Für behinderte Menschen steht hier ein Fahrstuhl zur Verfügung.


     www.mh-vechta.de 

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