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NWZonline.de Region Vechta Gemeinden Vechta

Sommercamp: Schlechte Laune ist hier fehl am Platz

14.08.2020

Vechta „Was gibt es gleich zu essen?“, will die neunjährige Neda wissen. Es ist kurz vor zehn Uhr. Zeit für die tägliche Frühstückspause beim Sommercamp. Mehr als 40 Vechtaer Kinder – meist Grundschüler – nehmen für zwei Wochen daran teil. Viele von ihnen haben einen Migrationshintergrund. Es ist schon der zweite Durchgang dieser Maßnahme. Auch in den ersten Ferienwochen haben etwa 40 Kinder den BDKJ-Jugendhof belebt. Sie haben viel geboten bekommen.

Einschränkungen

„Vor allem für jüngere Kinder stellte der fehlende Kontakt in Corona-Zeiten zu Spiel- und Lernpartnern einen drastischen Einschnitt in ihrer sozialen Entwicklung dar,“ sagen Marie Dierkes und Michael Bröer vom Bildungswerk Vechta, die das Sommercamp der Schulstiftung St. Benedikt und der Bürgerstiftung Vechta leiten. Aufgrund der Ausgangsbeschränkungen konnten viele Kinder lange keine Bewegungsangebote wahrnehmen und Naturerfahrungen erleben. Besonders stark betroffen waren Kinder aus finanziell begrenzten Verhältnissen, wissen Dierks und Bröer.

In Gruppen mit maximal neun Kindern spielen sie unter pädagogischer Anleitung, basteln, arbeiten schulische Themen auf und haben vor allem viel Spaß miteinander. Jetzt, wo es so heiß ist, gehen sie auch gerne nach draußen. Platz zum Toben und für Sport gibt es auf dem weitläufigen Außengelände oder im nahen Wald genug. „Bei diesen kleinen Gruppen kann man sich gut auf die Kinder konzentrieren“, erklärt Sonja Nimz (23), die eine Gruppe betreut. „Schlechte Laune habe ich noch nicht erlebt.“

Dafür, dass sich die Kinder vorher nicht kannten, herrsche eine super Stimmung, hat die Betreuerin beobachtet. In ihrer Gruppe hat sie acht Drittklässler. Die Gruppen sind bewusst schulübergreifend zusammengestellt. Für die Kinder sei es toll, wieder ohne Abstand miteinander spielen zu können, erlebt es Sonja Nimz.

In den ersten Tagen hatte sie ihre Kinder eine Geschichte schreiben lassen. Thema: „Mein Ritt auf einem Glücksdrachen.“ Der Drache scheint den Kindern anfangs nicht wohlgesonnen, doch alle Geschichten enden schließlich in Freundschaft – so auch die der achtjährigen Ida. Ihre Geschichte wird später Teil eines Buches, das Alfred Büngen, Geschäftsführer des Langförder Geest Verlags, produzieren will.

Höhepunkte des Tages

Dass es jeden Tag zudem kleine Snacks gibt, ist ein weiterer Höhepunkt für die Kinder. Das Küchenteam des Jugendhofs hat eine abwechslungsreiche Liste erstellt. Viel Gemüse, Obst, leichtes Gebäck, vitaminreiche Kost. Gestern gab es Sandwiches. Heute – und damit war Nedas Frage auch beantwortet – kleine Pfannkuchen mit Marmelade. Alles wird verputzt. Das Programm für morgen: Badesachen mitbringen, Wassersprenger anstellen. „Das ist viel schöner als Schule“, strahlt Ida.

Finanziert wird das Sommercamp über den Corona-Hilfsfonds des Bischöflich-Münsterschen Offizialats und des Landes-Caritasverbandes, über die Bürgerstiftung Vechta, die „Mechtild und Günter Welker“-Stiftung und das Förderprogramm „Lernräume“ des Landes.

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