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St. Marienhospital Vechta: Experten für Mund- und Rachenkrebs

28.02.2020

Vechta Ein weißer Fleck auf der Mundschleimhaut kann den entscheidenden Hinweis geben – auf Mundkrebs. Schätzungen des Berliner Robert-Koch-Institutes zufolge erkranken deutschlandweit etwa 10 000 Menschen jährlich neu an Mund- und Rachenkrebs. Die Krebsart ist sehr tückisch, da diese häufig erst spät erkannt wird und dann schwer zu behandeln ist.

Große Erfahrung auf diesem Gebiet hat allerdings die Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde (HNO) des St. Marienhospitals Vechta. Schon seit vielen Jahren beschäftigt man sich hier mit den Ursachen und Therapiemöglichkeiten, heißt es in einer Pressemitteilung des Klinikums.

Erst kürzlich investierte das St. Marienhospital in die Neuanschaffung von zwei hochmodernen Lasersystemen für die schonende Mikrochirurgie. Eine Investition, die auch allen HNO-Krebspatienten zugutekommt.

Die gesamte Mund- und Rachenhöhle ist mit Schleimhaut bedeckt – und überall dort können auch bösartige Tumore (Krebsgeschwüre) wachsen: Auf der Lippe, den Innenseiten der Wangen, auf der Zunge, im Gaumen oder Rachen und sogar in der Mandelregion. Meist sind dies so genannte Karzinome – sehr gefährliche Krebsgeschwüre – die schon im frühen Stadium dazu neigen, Metastasen zu bilden. Anders als viele vermuten, sind nicht nur Raucher gefährdet. Auch regelmäßiger Alkoholkonsum sowie eine mangelnde Mundhygiene können laut Expertenmeinungen die Entwicklung des Krebses fördern.

Ein weiterer Hauptauslöser seien Humane Papillomviren (HPV), die ebenfalls als Ursache für Gebärmutterhalskrebs bekannt sind. Für Mädchen besteht die Möglichkeit, sich vor dem ersten Geschlechtsverkehr gegen das Virus impfen zu lassen. Auch für Jungen ist seit 2018 eine entsprechende Impfung zugelassen.

Für das Team der Vechtaer HNO-Klinik sind die Viren als Krebsauslöser keine Neuigkeit. Ganz im Gegenteil: „Unsere Krebspatienten werden bereits seit 2013 auf HPV untersucht“, erklärt Dr. Frese. „Wir haben festgestellt, dass etwa 30 Prozent der Erkrankungen an Mund- und Rachenkrebs aus dem Einzugsgebiet der HNO-Klinik Vechta auf die Papillomviren zurückzuführen sind – Tendenz steigend“, berichtet der HNO-Chefarzt.

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, einen bösartigen Tumor im Mund- und Rachenraum zu behandeln. Grundsätzlich hänge die Behandlung vom Stadium des Tumors sowie dem Ort im Mund- und Rachenbereich ab, an dem er sitzt. Ist der Krebs noch klein, werde dieser in der Vechtaer HNO-Klinik operativ mit moderner mikroskopischer Laserchirurgie schonend entfernt.

Bei größeren Tumoren kommt eine Kombination aus Operation, Bestrahlung und Chemotherapie (multimodale Therapie) zum Tragen. Da Dr. Frese auch die Qualifikation für spezielle HNO-Chirurgie und Plastische Operationen besitzt, seien auch diese Patienten bei ihm in guten Händen. Möglichkeiten zur Behandlung biete den Patienten darüber hinaus die enge Kooperation der HNO-Klinik mit den Spezialisten der Radiologie, Strahlentherapie, Onkologie und Pathologie am Vechtaer Klinikum.

„Glücklicherweise ist der Krebs in den meisten Fällen gut zu erkennen“, berichtet Dr. Frese. Schleimhautveränderungen, die länger als drei Wochen bleiben und zudem noch wachsen oder bluten, seien Alarmzeichen. „Diese sollten umgehend vom HNO-Arzt, dem Zahnarzt oder auch vom Hautarzt untersucht werden“ betont Dr. Frese.

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