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NWZonline.de Region Vechta Gemeinden Vechta

Viehmarkt, Fitzebohnen und Pils

15.08.2017

Vechta Ob es die Sonne und der strahlend blaue Himmel waren oder einfach die Tatsache, dass Stoppelmarkt ist – die Laune der Besucher auf der Westerheide war am Montagmorgen kaum zu toppen. Tausende Menschen, darunter viele Unternehmensbelegschaften, zog der Markt in seinen Bann.

Dafür sorgte zunächst der Vieh- und Pferdemarkt. In aller Herrgottsfrühe trafen sich hier Händler und Tierfreunde zum Bummel und zum Feilschen. Denn das gehört zum Stoppelmarkt ebenso, wie Zuckerwatte, Kilmerstuten und Achterbahn. Kein Wunder, dass sich auch der Ehrengast der Stadt, Dr. Thomas de Maizière, dieses Highlight nicht entgehen ließ – oder sich dem Schwärmen von Vechtas Bürgermeister Helmut Gels (CDU) nicht entziehen konnte. So wie Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), der nach seinem Besuch 2015 wieder den Weg nach Vechta gefunden hatte. Mit Gels ging es vorbei an Ziegen, Pferden und Rindern. Einen wilden Ritt wagten die beiden dann aber nicht auf einem Pferderücken, sondern in einem Fahrgeschäft.

Mit diesen Eindrücken gerüstet für den Empfang in „Kühling’s Niedersachsenhalle“ hatte es de Maizière es nicht schwer, die mehr als 1000 geladenen Gäste auf seine Seite zu ziehen. Denn obwohl hier neben Fitzebohnen und Schwarzbrot alljährlich vor allem Gerstensaft serviert wurde, konnte de Maizière dem Publikum auch seine rund 30-minütige Rede schmackhaft machen. Vor allem sein Humor, mit dem er seine Amtskollegen und nicht zuletzt Angela Merkel aufs Korn nahm, wurden mit Klopfen und Applaus belohnt. So habe er sich gefragt, was man beim Stoppelmarktempfang so sage. „Vom Viehmarkt hat man mir abgeraten – Politiker sollten nicht zu viel über Kuhhandel reden“, scherzte der Gast. Schlussendlich habe er sich für einen gesunden Mix aus Humor und ernsthaften Themen entschieden.

Mahnend sprach de Maizière den Umgang mit fremden Kulturen an und rief zur Achtsamkeit auf. „Eine Bitte habe ich aber doch noch“, richtete er das Wort mit einem Augenzwinkern ans Publikum. „Wenn Sie Menschen aus anderen Kulturen von Heiligabend erzählen, dann fangen sie bitte im Dezember damit an und nicht mit dem Mittwoch vor Stoppelmarkt.“

Zuvor hatte Bürgermeister Helmut Gels das gute Miteinander auf dem Stoppelmarkt gelobt. Ein kräftiges „Moin“ hallte wenig später durch die Niedersachsenhalle, als Landesvater Weil ein Grußwort sprach. „Ich sollte hier was sagen – aber nur kurz“ scherzte er. Daran hielt sich der SPD-Mann, und verfolgte den Rest des Empfangs lächelnd und mit einem Bier in der Hand von seinem Platz aus.->


Ein Video unter:   www.nwzonline.de/videos 
Ein Spezial unter:   www.nwzonline.de/stoppelmarkt 

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