VECHTA - Mit der Ausstellung „Neandertalbeauties“ (20. Januar bis 24. März), Großformatkamera-Fotos in schwarz-weiß, die der Oldenburger Zahnarzt Andreas Engelmann geschaffen hat, geht die Reihe „ART i.G – Kunst im Gefängnis“ in ihr 18. Jahr. Zur Vernissage am Donnerstag, 20. Januar, spricht ab 19 Uhr der Filmemacher Lutz G. Wetzel („Alcatraz des Nordens“) im „Klosterflur“ der Vechtaer Justizvollzugsanstalt (JVA) für Frauen, An der Propstei 10.
Seit September 1993 lockt „ART i.G. – Kunst im Gefängnis“ ein bunt gemischtes Publikum, in der Regel zu vier Ausgaben jährlich, hinter die historischen Mauern, wo einst Franziskanermönche beteten. In der ungewöhnlichen Galerie treffen Menschen von „drinnen“ und „draußen“ aufeinander – bislang bei 81 Projekten.
Eintritt mit Ausweis
Kunst als Medium bietet den Einstieg zur Auseinandersetzung der Besucher mit einem Bereich ausgegrenzten gesellschaftlichen Lebens. Willkommen ist die Öffentlichkeit zur „Galeriezeit“ jeweils donnerstags von 18 bis 19 Uhr. Bitte den Personalausweis nicht vergessen. Der muss beim Einlass vorgelegt werden – Vorschrift.
Petra Huckemeyer hat das Projekt als stellvertretende JVA-Leiterin maßgeblich mitinitiiert und begleitet es von Anfang an federführend. Ihr Programm für 2011 steht. Vom 7. April bis 23. Juni gehören dazu Holzschnitte von Hein Bohlen aus Varel. Vom 30. Juni bis 22. September folgt „Malerei“ von Olaf Marxfeld. Dann ist die Oldenburgische Landschaft, wie bereits mehrfach zuvor, wieder als Kooperationspartner mit im Boot.
Projekt mit Perspektive
Ausklingen soll das aktuelle „ART i.G.-Jahr“ mit Arbeiten der in Vechta von früheren Veranstaltungen bekannten Kunsttherapeutin Ingrid Pleus aus Bad Zwischenahn-Ofen (6. Oktober bis 22. Dezember). Dann gehören einmal mehr auch Arbeiten einsitzender Frauen zu den Exponaten.
Doch damit nicht genug: Huckemeyers Planungen reichen bereits bis ins Jahr 2015. Potenzielle Ausstellungsbeschicker müssen früh angefragt werden. „ART i.G.“ hat Zukunft.
