VECHTA - Als verantwortungslos weist Vechtas Hochschulpräsidentin Prof. Marianne Assenmacher eine am Mittwoch vom Institut für Bildungs- und Sozialwissenschaften (IBS) verbreitete Erklärung zur jüngsten Sitzung des Hochschulsenats. Sieben Senatoren hatten die Vormittagssitzung des 13-köpfigen Gremiums unter Protest verlassen, und eine zeitweise Beschlussunfähigkeit bewirkt.
In der Erklärung heißt es, Assenmacher beabsichtige, durch handstreichartiges Vorgehen, die sofortige Schließung des renommierten Instituts für Geschichte und Historische Landesforschung zu betreiben. Diese Bestrebungen hätten sich unter dem harmlos klingenden Tagesordnungspunkt Organisationsstrukturen verborgen.
IGL-Leiter Prof. Bernd Ulrich Hucker wirft der Hochschulleitung mangelndes Demokratieverständnis und ein gebrochenes Verhältnis zu universitärer Forschungsförderung vor. Seiner Auffassung nach geht es darum, vor Dienstantritt zweier neuer Professoren vollendete Tatsachen zu schaffen.
Auf Anfrage teilte die Präsidentin mit, die Schließung des 1990 gegründeten Instituts für Geschichte und Historische Landesforschung sei nicht vorgesehen, sondern der Erhalt.
