VECHTA - Großprojekte sind für Marion Kessens nichts Außergewöhnliches. So haben die Leiterin der Tourist-Information (TI) Nordkreis Vechta und ihre Mitarbeiterin Elisabeth Tappehorn 2009 die Zimmervermittlung für die Besucher beim Internationalen Tierhygienekongress (ISA), den die Außenstelle Bakum der Tierärztlichen Hochschule Hannover ausgerichtete hat, bewältigt. Damals wurden 2000 Betten benötigt.
„Run“ auf Doppelzimmer
Doch ihr aktuelles Projekt sprengt diesen Rahmen. Vor gut einem Jahr haben Beauftragte des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften die TI mit der Koordination der Zimmervermittlung für das 68. Bundesfest vom 17. bis 19. September in Vechta (dieNWZ
berichtete) beauftragt. Etwa 3000 Betten, so schätzt Kessens, sind bereits gebucht. In der Regel riefen Bruderschaften oder Vereine aus dem gesamten Bundesgebiet an, und baten um zehn Doppelzimmer – Übernachtung mit Frühstück. Kessens und Tappehorn stellten dann den Kontakt zu den Gastgebern her.Die Schützen, die in erster Linie Mittelklasse-Unterkünfte für ein bis zwei Nächte nachgefragt haben, reisen zu einem Großteil per Pkw oder Bus an. Sie verteilen sich auf ein Gebiet, das von Erholungsgebiet Dammer Berge bis zur Thülsfelder Talsperre reicht. In diesem Radius heißt es für das Festwochenende „ausgebucht!“ Nur noch kurzfristig eingehende Stornierungen bieten möglicherweise eine Chance, ein Bett für die Nacht zu bekommen. Daher führt an einem Ausweichen, etwa nach Essen i.O. auf der einen oder Twistringen auf der anderen Seite kein Weg mehr vorbei.
Chancen für die Zukunft
Was im hiesigen Raum fehlt, betont Kessens, sind „Bed & Breakfast“-Angebote. In diesem Bereich sieht die TI-Leiterin erhebliches Potenzial für Gastgeber, und das nicht nur zu Großveranstaltungen.
