VECHTA - Führungswechsel beim Niedersächsischen Städte- und Gemeindebund (NSGB) Bezirk Weser-Ems Süd: Nach zehn Jahren als Vorsitzender des Spitzenverbandes ist der frühere Lohner Bürgermeister Hans Georg Niesel (CDU) aus dem Amt geschieden. Bei einer Versammlung im Kreishaus Vechta am Donnerstag, 15. März, haben gut 70 Bürgermeister und Ratsherren Cloppenburgs Rathauschef Dr. Wolfgang Wiese (CDU) auf Vorschlag der fünf dem Bezirk angehörenden Kreisverbände einstimmig zum Niesel-Nachfolger gewählt.
Bis 2016 im Amt
Weiter bilden Karl-Heinz Weber(Lathen), Daniela Kösters (Emlichheim), Ulrich Belde (Wallenhorst) und Heinrich Moormann (Dinklage) den bis 2016 amtierenden geschäftsführenden Vorstand. Niesel bedankte sich bei allen, die in der Verbandsarbeit ein großes Stück mit mir gegangen sind. Mit Blick auf die Inklusionsdebatte verwies er darauf, dass die Förderung behinderter Kinder, die sie dringend brauche, nicht aus den Augen zu verlieren sei.
Zuvor hatte NSGB-Präsident Rainer Timmermann (Hannover) betont, der Verband sehe die Arbeit für unsere Mitglieder und damit für die Bürger als Auftrag an. Zu den aktuellen Themen, die Timmermann streifte, gehörten die Finanzen, die Inklusion und die ärztliche Versorgung in der Fläche.
Nahtstelle Bürgermeister
Im Anschluss an die Regularien hörten die Versammlungsteilnehmer ein Gastreferent von Prof. Helmut Schneider. Der Marketingexperte von der Steinbeis-Hochschule Berlin sprach zum Thema Wie kommunizieren Kommunen mit ihren Bürgern?. Schneider, der seinen Vortrag unter das Motto Wissenschaft trifft das echte Leben stellte, betonte, er könne keine Schwarz-Weiss-Lösungen liefern. Er stellte klar, dass der demografische Wandel zunehmend auf kommunaler Ebene spürbar werde. Eine Folge davon sei, dass Städte und Gemeinde neben dem Wettbewerb um Investoren und Kaufkraft auch den Wettstreit um Einwohner zu bestehen hätten. Vor diesem Hintergrund kommt seiner Einschätzung nach beispielsweise der freiwilligen Kommunikation ein großer Stellenwert zu.
