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NWZonline.de Region Vechta Gemeinden Vechta

Bei Hempen geht’s um die Wurst

10.08.2018

Vechta Es duftet nach gebrannten Mandeln, nach süßer Zuckerwatte. Hier brutzeln Reibekuchen, dort dreht der Schaschlikspieß seine Runden. Doch eines, das darf auf dem größten Jahrmarkt der Region, dem Stoppelmarkt in Vechta, auf keinen Fall fehlen: die Bratwurst. Dass die auch möglichst frisch zwischen die Brötchenhälften kommt, dafür sorgt in diesem Jahr erstmals die „Ollnborger Braatwust Manufaktur“ von Fischer’s Imbiss. Der Clou dabei: Die Stoppelmarktgänger können live dabei zusehen, wie die eigene Bratwurst entsteht. Die Idee zu diesem neuen Konzept kam Inhaber Henry Karl-Heinz Hempen ganz spontan – und ebenso spontan kam der junge Schausteller überhaupt erst zur Wurst.

Seit sieben Generationen sind die Hempens Schausteller. Vater Karl-Heinz Hempen ist besonders auf dem Oldenburger Kramermarkt, aber auch auf dem Stoppelmarkt eine Institution in Sachen Autoscooter. Wer seine Jugend auf den Jahrmärkten dieser Region verbrachte, der stand auch schon einmal am Rand vom Hempens Fahrgeschäft oder rempelte sich mit einem der Scooter zwischen Nebel und Strobolicht über die glatte Fahrbahn. „Ich bin im Autoscooterbetrieb meines Vater groß geworden – wir sind Schausteller mit Leib und Herzen“, sagt Henry Hempen. Kein Wunder, dass es so auch einem guten Kontakt unter Schaustellern zu verdanken ist, dass Hempen heute auch Bratwurst anbieten.

„In Oldenburg gibt es Fischer’s Imbiss bereits seit 70 Jahren, 2014 habe ich den Imbiss übernommen“, erzählt Henry Hempen, der auch als „Fachberater Imbiss“ im Oldenburger Schaustellerverband tätig ist. Schon damals habe er sich gefragt, wie man das Geschäft mit der Bratwurst innovativer gestalten könne. Schnell war die Idee geboren, eine eigene Bratwurst herzustellen. Und zwar vor den Augen der Kunden. „Mir ist es eine Herzensangelegenheit, auf den Märkten gute und frische Produkte zu liefern. Frischer, als die Wurst direkt vor Ort herzustellen, geht es nun einmal nicht“. Und weil Qualität ihre Zeit braucht, dauerte es noch einmal drei Jahre, bis die fertige Manufaktur erstmals in Betrieb gehen konnte. Premiere feierte Hempen 2017 auf dem Oldenburger Kramermarkt.

Um seine Idee umzusetzen, ließ Hempen eigens einen Container bauen. Drei Seiten sind dabei mit Glas verkleidet. Im Inneren ist eine vollständige Einrichtung einer Metzgerei zu finden. Hier kommt das Brät, so heißt die frische Wurstmasse, in den Darm. Dann wird die fertige „Ollnborger Braatwust“ gebrüht und kommt frisch auf den Grill. Oder auch in die Tüte, denn Hempens Bratwurst gibt es auf dem Stoppelmarkt auch direkt zum Mitnehmen für die Grillparty zuhause.

Zu finden sind die Bratwurstmanufaktur und Fischer’s Imbiss übrigens in der Nähe von Picker’s Partyzelt. Produzieren will Henry Hempen zu mehreren Zeiten, „je nachdem, wie die Nachfrage ist“, sagt der Schausteller. Wann genau, das erfahren Interessierte direkt bei der Manufaktur.

Wenn Henry Hempen nicht gerade zwischen den Volksfesten pendelt, dann bastelt er an seinem Onlineshop. Hier soll es in Kürze die „Ollnborger Braatwust“ auch direkt zum Bestellen geben. Aber auch andere Wurstsorten und eigene Saucen will der Schausteller bald anbieten – für das Stückchen Stoppelmarkt für Zuhause.

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