VECHTA - VECHTA/EB/CCF - Seit einigen Monaten hat der Diplom-Erziehungswissenschaftler Hendrik Ferneding die Fronten gewechselt. Mit seiner Unternehmensidee „Studenten-Shuttle-Service“, die auf einer Gartenparty mit väterliche Schützenhilfe geboren wurde, hat der 30-jährige Vechtaer, der zunächst in einer befristeten Anstellung Jugendliche in Arbeit und Ausbildung vermittelt hatte, den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt.
Seine Dienstleistung unterscheidet sich vom Angebot regulärer Taxiunternehmen. Während Ferneding die Tarife selbst festlegt, gibt der Kreis Vechta diese den von ihm genehmigten Betrieben vor, kreisweit und darüber hinaus im Umkreis von 20 Kilometern. Ein weiterer Unterschied: Taxen dürfen Fahrgäste aufnehmen, wo immer sie möchten. Den Jungunternehmer dagegen rufen seine Kunden mit 24-stündiger Erreichbarkeit zuhause an.
Mit inzwischen zwei Fahrzeugen seines Mietwagengeschäfts kutschiert der ehemalige ASTA-Referent vor allem Schüler und Studenten. Sie können beispielsweise für drei Euro im Stadtgebiet mitfahren. Der Service kommt vor allem in den Stoßzeiten am Wochenende an. Auch wenn es für Ferneding bisweilen zur Gratwanderung wird, Familie und Fahrten unter einen Hut zu bringen, zeigt er sich zuversichtlich: „Es ist gut, sein eigener Chef zu sein.“
