VECHTA - Die Zahl spricht für sich: 1,5 Millionen Elastomer-Dichtungsringe produziert die Vechtaer Firma „M.O.L. Gummiverarbeitung“ täglich. 2011 strebt das Unternehmen einen Rekordumsatz an. „Wir liegen deutlich über dem Niveau vor der Wirtschaftskrise“, weiß Geschäftsführer Hubert Buschermöhle. Und die Tendenz ist weiter steigend.

„M.O.L.“ gehört mit einer inzwischen 30-jährigen Erfahrung zu den führenden Herstellern von „Elastomer-Dichtungssystemen und Gummiprofilen, die je nach Anforderung und Bedarf im Spritzguss- oder Extrusionsverfahren hergestellt werden. Der Betrieb sieht sich als Partner der Rohrindustrie. Er entwickelt nach eigenen Angaben maßgeschneiderte Produktlösungen für Trinkwasserleitungen (Kunststoffrohrdichtungen) und Abwasserleitungen (Kunststoff- und Betonrohrdichtungen). Weiter gehören hochwertige Gummiprofile für unterschiedlichste Anwendungen im industriellen Bereich zur Produktpalette. Das Motto lautet „Get flexibility!“ und stehe nicht nur für ein flexible Produkt, sondern sei Ausdruck eines gemeinsamen Entwicklungsprozessen mit den Kunden, der durch Individualität und Flexibilität zur höchst möglichen Wertschöpfung führe, so Buschermöhle.

Das Leistungsspektrum umfasst nach Angaben des Geschäftsführers die Beratung, Entwicklung und Produktion der Ware, wie den Werkzeugbau und die Auslieferung. „Besonderen Wert legen wir auf Sicherheit und Qualität unserer Produkte“, betont Buschermöhle. Rezepte für den Erfolg sind seiner Auffassung nach handwerkliches und unternehmerisches Geschick, das richtige Gespür für die Entwicklung der Märkte, soziale Kompetenz und „unsere Bodenständigkeit“.

Die „M.O.L.-Gummiverarbeitung GmbH“ wurde 1978 in Vechta gegründet. 1983 zog sie an den aktuellen Standort Gutenbergstraße um. 1991 begann die „Gummi-Profil-Extrusion“, und 1994 schloss sich die Gründung der „M.O.L.-Elastpmertechnik in der Türkei an. 2009 gingen vollautomatische Dichtungsverpackungslinien in Betrieb. 2010 wurde die „Extrusionsabteilung“ durch eine „UHF-Produktionslinie“ erweitert.

In Vechta stehen 50 „Extrusionsmaschinen“ und drei „Extrusionslinien“. Jährlich werden 14 000 Tonnen Kautschuk verarbeitet. Die Firma hat 240 Mitarbeiter, davon 140 Heimarbeiter, die die fertigen Ringe verpacken.