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NWZonline.de Region Vechta Gemeinden Vechta

Positive Effekte auf Grundwasser erst später

09.06.2018

Vechta Zum 23. Grundwasser-Workshop des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) sind mehr als 200 Fachleute aus der Wasserwirtschaft und der Landwirtschaft im Vechtaer Kreishaus zusammengekommen. Eröffnet wurde die Veranstaltung durch den niedersächsischen Umweltminister Olaf Lies. Im Fokus standen die Erfahrungen bei der Umsetzung von Maßnahmen zum Gewässerschutz und aktuelle Lösungsstrategien zur Verringerung der Nährstoffüberschüsse in der Landwirtschaft.

Der Grenzwert für Nitrat von 50 Milligramm pro Liter wird an 38 Prozent der Messstellen des niedersächsischen Nitratmessnetzes, das insbesondere den landwirtschaftlichen Einfluss widerspiegelt, überschritten – ein deutlich höherer Wert als im Bundesdurchschnitt. Daher entwickelt das Niedersächsische Umweltministerium mit dem Landwirtschaftsministerium Strategien zur Verringerung der Nährstoffbelastung. „Wir wollen mit dem Agrarressort noch in diesem Jahr Länderermächtigungen gemäß der Düngeverordnung zur Ausweisung gefährdeter Gebiete und zu den Mitteilungspflichten der Nährstoffvergleiche und der Düngebedarfsermittlung umsetzen“, sagte Lies.

Die positiven Effekte der durch die Wasserentnahmegebühr finanzierten Gewässerschutzmaßnahmen in den Trinkwassergewinnungsgebieten und der seit 2010 laufenden Maßnahmen zur Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL) seien eindeutig nachweisbar. „Klar ist aber auch, dass wir mit diesen Maßnahmen an Grenzen stoßen. Wir brauchen die neue Düngeverordnung, um flächendeckender als bisher eine deutliche Reduzierung der Nährstoffüberschüsse zu erreichen“, so Lies.

„Der im März 2018 von der Landwirtschaftskammer veröffentlichte Nährstoffbericht 2016/2017 für Niedersachsen zeigt eindeutig, dass weiterhin große Anstrengungen der Landwirtschaft zur Verringerung der Nährstoffüberschüsse erforderlich sind“, betonte Hubertus Schültken vom NLWKN. Dem Bericht zufolge besteht aktuell ein Stickstoffüberschuss von 70 000 Tonnen und ein Einsparpotenzial von 30 000 Tonnen beim Phosphor.

Besonders problematisch ist der Überschuss in den viehstarken Regionen im nordwestlichen Niedersachsen. Auch mit der überregionalen Wirtschaftsdüngerverbringung wird das Problem nach Aussage von Experten nicht gelöst. Lösungsansätze zur Verbesserung des landesweiten Wirtschaftsdüngermanagements werden zurzeit erarbeitet.

Erfolge bei den ergänzenden Maßnahmen im Trinkwasserschutz und bei der Umsetzung der EG-WRRL könnten durch ein bewährtes und effizientes Wirkungsmonitoring, etwa Bilanzen, belegt werden, aber: „Die positiven Effekte im Grundwasser können aufgrund langer Fließzeiten häufig erst mit großer Zeitverzögerung nachgewiesen werden“, so NLWKN-Direktorin Anne Rickmeyer. Sie betonte die Notwendigkeit eines gemeinsamen Wirkungsmonitorings.

Peter Linkert Redaktionsleitung Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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