Vechta - Vor einem Jahr hat die Projektgruppe „selbstgestALTER“ der Sozialstation Nordkreis Vechta das Projekt „Wohnen rund um den Lattweg“ gestartet. In Kooperation mit dem Seniorendienstleister „pro vita“ und der Stadt Vechta untersuchte sie, wie Senioren aus Vechta im Alter leben wollen – am Beispiel des Wohngebiets im Umfeld des Lattwegs. Die „selbstgestALTER“ befragten 216 Vechtaer ab 65 Jahren.
Die Befragung lieferte wichtige Erkenntnisse für künftige Konzepte und Planungen. So spielen für die Befragten die eigene Mobilität und ein Leben in der gewohnten Umgebung eine große Rolle. Dafür werden demnach niedrigschwellige Hilfen benötigt, etwa im Haushalt und im Garten, aber auch für Fahrten zum Arzt und zum Einkaufen. Wichtig wird hier, so das Fazit der Projektgruppe, ehrenamtliche und nachbarschaftliche Strukturen und Hilfen zu fördern. Bestehende Angebote müssen bekannter gemacht und ausgebaut werden, für die Nachbarschaftshilfe müssen die Menschen wieder stärker sensibilisiert werden. Grund: Die familiären Strukturen haben sich deutlich verändert, das Leben mehrerer Generationen unter einem Dach ist selten geworden.
Aufbauend auf den Ergebnissen der Befragung wurden die einzelnen Themen dann in Workshops vertieft. Themen waren „Freiraum und Sozialraum“, „Wohnen und Unterstützung“ sowie „Gesundheit und Mobilität“.
Die Ergebnisse und nächsten Schritte des Gemeinschaftsprojekts präsentieren „selbstgestALTER“, „pro vita“ und Stadt Vechta auf einer Abschlussveranstaltung am Mittwoch, 22. März, im Saal des Pfarrheims Maria Frieden. Beginn ist um 15 Uhr. Alle Interessierten sind willkommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
